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Banken

CS-Abbau trifft Schweizer Personal

Der Personalabbau bei der Credit Suisse trifft auch die Angestellten in der Schweiz. Der Personalbestand hierzulande dürfte sich über die nächsten drei Jahre um rund 2000 auf etwa 14'000 Angestellte verringern.
Bild: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Das sagte VR-Präsident Axel Lehmann in einem Interview. Der Schweizerische Bankenpersonalverband (SBPV) verlangt nun mehr Klarheit über die Pläne in der Schweiz.

So sei es noch völlig unklar, wie stark die erfolgreiche Schweizer Division und die hiesigen Konzernfunktionen betroffen seien, heisst es in einer Stellungnahme des SBPV vom Donnerstag. CEO Ulrich Körner habe eine "starke Schweizer Bank" als "Kern" der neuausgerichteten Credit Suisse Group bezeichnet. Auch für den SBPV gelte: Das rentable Schweizer Geschäft sei zu stärken.

Die Grossbank hatte am Morgen mitgeteilt, dass die Restrukturierung zum Abbau von 2700 Stellen oder von 5 Prozent der Beschäftigten bereits im Verlauf des vierten Quartals 2022 führen wird. Ende 2025 soll die Gruppe dann noch rund 43'000 Angestellte haben, rund 9000 weniger als noch derzeit. "Wir werden das primär über natürliche Fluktuationen machen und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erlauben, innerhalb des Unternehmens neue Positionen zu suchen", sagte Lehmann in einem Interview mit SRF.

Sozialplan gefordert

Sollte die Credit Suisse in der Schweiz Stellen abbauen, so müsse sie ihre Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden in der Schweiz wahrnehmen, fordert der Personalverband seinerseits: "Der bestehende und gute Sozialplan ist umzusetzen, damit der Stellenabbau zu möglichst wenig Schaden führt."

Zudem müsse die "alte Garde um alt-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner" Verantwortung für die "verfehlte Geschäftspolitik der vergangenen Jahre" übernehmen: "Sie hat die Credit Suisse in diese verheerende Situation manövriert und sollte zumindest den Anstand haben, ihre Boni zurückzuzahlen", so der SBPV. (sda/awp)