Corona-Krise färbt H&M-Bilanz tiefrot

BEKLEIDUNG ⋅ Für den weltweit zweitgrössten Modekonzern H&M hat die Corona-Krise dramatische Folgen. Ladenschliessungen und Preiskampf führten zu einem Umsatzeinbruch und Quartalsvrlust.

Aktualisiert: 
26.06.2020, 11:59
26. Juni 2020, 10:04

Die Schweden haben im zweiten Quartal bei einem Umsatzeinbruch von rund 50 Prozent einen Verlust vor Steuern von 6,48 Milliarden Kronen (rund 869 Millionen Euro) geschrieben, wie H&M am Freitag mitteilte. Vor Jahresfrist stand noch ein Gewinn von 5,93 Milliarden Kronen in den Büchern.

H&M hatte - wie auch andere Einzelhändler - wegen der Auflagen der Behörden zur Eindämmung der Corona-Pandemie zahlreiche Filialen vorübergehend schliessen müssen. Mitte April waren rund 80 Prozent der Geschäfte betroffen, aktuell sind es nur noch sieben Prozent. Im Juni konnte H&M den Abwärtstrend beim Umsatz deshalb bremsen - von Monatsbeginn bis zum 24. Juni lag der Rückgang bei 25 Prozent. H&M verfüge zudem über ausreichend Liquidität.

Viele Modehändler sitzen angesichts der Filialschliessungen auf gefüllten Lagern, die Frühjahrsmode konnte in erster Linie nur über Online-Shops abgesetzt werden. H&M erwartet nun weitere Preisabschläge - der Trend werde sich im dritten Quartal verstärken, sagte Konzernchefin Helena Helmersson. (sda/awp/reu)


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