Chiphersteller AMD mit guten Geschäften

INFORMATIONSTECHNOLOGIE ⋅ Während der Chip-Riese Intel mit Verzögerungen bei seiner nächsten Prozessor-Generation kämpft, ist der kleinere Konkurrent AMD auf Aufholjagd. Im vergangenen Quartal steigerte AMD den Umsatz im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 1,93 Milliarden Dollar.

29. Juli 2020, 01:07

Der Gewinn sprang von 35 auf 157 Millionen Dollar, wie AMD am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um rund zehn Prozent.

AMD verzeichnete höhere Verkäufe bei seinen PC-Chips der Marke Ryzen sowie den Epyc-Prozessoren für Rechenzentren. Unter den Kunden sind unter anderem Google und Amazon mit ihren riesigen Server-Anlagen. Das Geschäft mit Rechenzentren macht bereits rund 20 Prozent der AMD-Erlöse aus, wie Firmenchefin Lisa Su betonte. Aber auch bei PC-Chips habe AMD den höchsten Umsatz seit 12 Jahren erzielt, hiess es weiter.

Intel steigerte im vergangenen Quartal zwar auch den Umsatz um ein Fünftel auf 19,7 Milliarden Dollar. Doch dies wurde von der Ankündigung überschattet, dass die nächste Prozessor-Generation mit Strukturbreiten von sieben Nanometer sechs Monate später als geplant frühestens Ende 2022 auf den Markt kommen werde. AMD hat unterdessen bereits Produkte im Sieben-Nanometer-Verfahren im Angebot. Je niedriger die Strukturbreiten, desto mehr Prozessoren passen auf eine Halbleiter-Scheibe bei der Produktion. Zudem arbeiten die Chips dadurch effizienter und stromsparender. (sda/dpa)


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