Baarer Finanzunternehmen Vicenda holt Henry Rohrer

WIRTSCHAFT ⋅ Der ehemalige Credit-Suisse-Manager wechselt zum Spezialisten für sogenannte Private-Debt-Anlagen.

12. August 2019, 16:00

Maurizio Minetti

Heinrich «Henry» Rohrer ist laut einer Mitteilung per sofort neuer Partner beim Baarer Finanzunternehmen Vicenda Group. Er verstärke das Unternehmen für die weitere Expansion im Geschäft mit institutionellen Investoren, Family Offices und sehr vermögenden Kunden.

Henry Rohrer stösst von der Credit Suisse zu Vicenda. Seit 2014 betreute er dort als Vice Chairman und Strategic Advisor institutionelle Kunden, Family Offices und sehr vermögende Kunden. Zwischen 2000 und 2014 war Henry Rohrer Head of Coverage Schweiz der Fixed Income Division von Credit Suisse respektive von Credit Suisse First Boston. Während seiner mehr als 30-jährigen Karriere war er schwergewichtig im Bereich Fixed Income bei UBS, Bank of America, Paribas Capital Markets, Barclays Capital und bei der RMF Investment Group in London sowie in Zürich tätig.

Die 2013 gegründete Vicenda Group mit Sitz in Baar beschäftigt 20 Personen. Gegründet wurde das Unternehmen von Micha Blattmann sowie Felix und Roman Zulauf. Die Finanzboutique hat sich auf Private Debt spezialisiert.

Unter Private Debt («private, nicht-gehandelte Schuld») versteht man – vereinfacht gesagt – Fremdkapital, welches nicht von einer Bank zur Verfügung gestellt oder per Obligation aufgenommen wurde. Ein Merkmal ist also, dass es keinen liquiden Sekundärmarkt gibt; die Schulden können nicht gehandelt werden. Die Kredite werden von Nicht-Banken wie Fonds, Pensionskassen, Versicherern oder Family Offices vergeben. Üblicherweise haben die Kredite eine Laufzeit von bis zu sieben Jahren. Typisch für Private Debt ist auch die variable Verzinsung.


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