135 Menschen fanden Tod im Bergsport

BERGNOTFÄLLE ⋅ In der Schweiz sind im vergangenen Jahr 135 Menschen beim Bergsteigen oder Bergwandern tödlich verunglückt. Das sind 30 Prozent mehr als 2017. Fast ein Fünftel mehr Menschen mussten aus einer Notlage gerettet oder geborgen werden.

13. März 2019, 09:52

Die Bergrettungsorganisationen bargen 2018 in den Alpen und im Jura 3211 Personen, wie der Schweizer Alpen-Club (SAC) am Mittwoch mitteilte. 1021 Personen konnten gesund oder nur leicht verletzt gerettet werden.

Die Zahl der gesamten Todesfälle in den Bergen ist mit 207 im Vergleich zum Vorjahr mit 154 Todesfällen deutlich höher. Am zahlreichsten waren Todesfälle als Folge eines Absturzes mit 120 Opfern (Vorjahr 80) und wegen einer Erkrankung mit 49 Betroffenen (Vorjahr 39), wie aus der Bergrettungsstatistik weiter hervorgeht.

Die sehr grosse Zahl von Bergnotfällen sei vor allem auf die hohe Tourentätigkeit zurückzuführen, hält der SAC fest. Ein schneereicher Winter und ein sehr langer, trockener und heisser Sommer mit direkt anschliessendem Prachtsherbst hätten viele Menschen in die Berge gelockt.

Bergwandern als tödliche Gefahr

Beim Bergwandern ist die Zahl der tödlich verunfallten Personen mit 57 Personen etwas höher als im Jahr zuvor. 54 davon kamen durch einen Absturz ums Leben. Die meisten tödlich verunfallten Wanderer waren abseits von markierten Berg- und Wanderwegen unterwegs.

Auch deutlich mehr Skitourengänger verunglückten tödlich. 34 Personen starben, im Vorjahr waren es zehn gewesen. Die Ursachen waren vor allem Lawinenunfälle, Erschöpfung und Erfrieren.

Auf Hochtouren waren deutlich mehr Alpinisten von einem Notfall betroffen. Die Zahl der dabei tödlich verunfallten Personen blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 21 Opfern konstant.

Beim Klettern verunglückten sechs Personen tödlich. Allein wegen einer Fehlmanipulation bei der Seilhandhabung stürzten fünf Menschen in den Tod. (sda)


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