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Eingesandt:  Architekturforum Schwyz

Wohlfühl-Wien

Das Architekturforum Schwyz auf Exkursion nach Wien.
Dachbar des Hotels SO/ Vienna.
Bild: Rudolf Moser
Die IKEA Wien, gestaltet von den Querkraft Architekten.
Bild: Roland Züger
Die Reisegruppe des Architekturforums Schwyz auf einem Dachschwimmbad in der Siedlung Alt-Erlaa.
Bild: Rudolf Moser

Warum fühlt man sich an einem Ort wohler als an anderen? Was beeinflusst die Aufenthaltsqualität von Räumen? Antworten auf diese Fragen versprach sich die Reisegruppe des Architekturforums Schwyz, als sie im Herbst 2022 nach Wien aufbrach. Unter den ausladenden Dächern des neuen Hauptbahnhofs aus der Feder des Zürcher Architekten Theo Hotz strömte das erste Mal Wiener Luft in die Nasen der Reisegruppe.

Angekommen im Hotel, folgte eine Einführung in die Entwicklung der Stadt. Hermann Czech, Altmeister der Wiener Architektur, entführte mit seinen reichen Kenntnissen in die Geschichte der Donaumetropole. Er präsentiert Exkurse zum Stephansdom und zur Wiener Avantgarde, die das Wohnen vor hundert Jahren revolutioniert hatte.

Avantgarde des Wiener Wohnens

Nach dem Vortrag wurde die Gruppe zum Haus am Michaelerplatz geführt. Der frühmoderne Bau fügt sich einwandfrei in das Mosaik der Innenstadtarchitektur ein. Der Nachmittag führte zu einer Villa im Wiener Wald, entworfen von Hermann Czech, deren ungeahntes räumliches Erlebnis die Schweizer Reisegruppe ins Staunen versetzte.

Was Wohnqualität im grossen Massstab bedeutet, erlebte die Gruppe am nächsten Morgen bei der Begehung der Siedlung Alt-Erlaa. Schnell wird klar: Der Direktanschluss an die U-Bahn, der Zugang über eine intakte Shopping-Mall, die Rundum-Versorgung mit Ärztehaus oder Sportplätzen und das gepflegte grüne Wohnumfeld überzeugen. Und obendrauf kommen Dachterrassen samt Schwimmbad, die allen zugänglich sind.

Kaffeehäuser und Ikea-Terrassen

Dass Wien auch in kulinarischer Hinsicht einiges zu bieten hat, ist freilich nichts Neues. Unter kundiger Führung von Gregor Eichinger, einst Architekturprofessor an der ETH Zürich, traf sich die Gruppe am Abend zu einem Rundgang durch angesagte Restaurants und Bars der Stadt.

Für die Erfüllung der Wohnbedürfnisse der breiten Masse der Bevölkerung sind heute jedoch nicht mehr die feinsinnigen Meister der Wiener Werkstätte, sondern Ikea verantwortlich. Der schwedische Weltkonzern bekrönte seinen Neubau am Westbahnhof mit einer Dachterrasse, die allen offen steht. An der frischen Luft, mit Weitblick über das Häusermeer, lässt sich eine Idee davon gewinnen, wie es sich angenehm leben lässt: Eine einladende Dachterrasse ist dafür sicherlich ein guter Anfang.

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