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Eingesandt:  Vereinsbeitrag

Fachkräftemangel in Baubetrieben

Doris Kälin, Präsidentin des gastgebenden Baumeisterverbandes Schwyz, am Rednerpult.
Bild: PD

Tolle Location, spannendes Rahmenprogramm, angeregte Gespräche – so lautet das Kurzresümee der ZBV-Bautagung im altehrwürdigen Seehotel Waldstätterhof in Brunnen. Auch inhaltlich hatte der von der ehemaligen Vize-Miss-Schweiz Mascha Santschi moderierte und von 150 Mitgliedern besuchte Netzwerkanlass einiges zu bieten. Nach der Begrüssung durch Doris Kälin, Präsidentin des gastgebenden Baumeisterverbandes Schwyz, beschäftigte sich Kurt A. Zurfluh, Geschäftsführer der Zentralschweizerischen Baumeisterverbände, mit dem Fachkräftemangel im Bauhauptgewerbe. Zurfluh zeigte auf, dass die gymnasiale Maturitätsquote in der Zentralschweiz – ausser im Kanton Zug – deutlich unter dem nationalen Durchschnitt liegt. Zwischen 2015 und 2020 stieg sie schweizweit von 20,8 auf 22 Prozent, im Kanton Luzern fiel sie jedoch von 19,5 auf 18,2 Prozent, im Kanton Uri von 14,5 auf 13,5 Prozent.

Das mangelnde Interesse seitens der Jugendlichen liege also vielmehr daran, dass die Lehrberufe gegen aussen zu wenig attraktiv seien. «Wir müssen keine Angst haben, aber wir müssen uns mehr anstrengen», sagte Zurfluh und appellierte an die Betriebe, sich besser zu präsentieren.

Für den wirtschaftlichen Blick in die Zukunft war einmal mehr Martin Maniera verantwortlich. Der Ökonom und Leiter Politik beim schweizerischen Baumeisterverband SBV geht davon aus, dass die Bautätigkeit im vierten Quartal stabil bleibt, im kommenden Jahr jedoch um etwa 2 Prozent sinken wird. Die gebremste Nachfrage habe vor allem mit der Zinssituation und der Teuerung zu tun, wobei der Tiefbau noch etwas besser abschneiden werde als der Hochbau. (pd)