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«Xhaka oder Yakin – einer muss weg»: So reagiert das Netz nach der Enttäuschung gegen Israel

Die Schweiz hat zwar das Spiel gegen Israel nicht verloren, dennoch ist die Stimmung im Internet so unzufrieden, als wären die EM-Träume der Schweizer Nati bereits geplatzt. Das sind die besten Reaktionen.
Vor dem Spiel waren in den sozialen Medien noch viele optimistisch.
Bild: Bild: Keystone

Die Schweiz vergab am Mittwochabend das Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft gegen Israel aus den Händen. Nach 90 Minuten mussten sie sich mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben. Zwar hat die Schweizer Nati noch zwei Matchbälle für die kommende EM in Deutschland und kann alles wiedergutmachen, dennoch lassen die Fans nach dem enttäuschenden Auftritt der Schweizer ihren Frust im Internet raus.

Auf den CH-Media-Portalen wurde die Kommentarspalte seit dem Schlusspfiff fleissig befüllt. Und eines ist auf den ersten Blick klar: die Nati-Spieler sind schuld an der vorerst verpassten Qualifikation. Einer der immer wieder fett wegbekommt ist der Nati-Captain Granit Xhaka. «Ich habe den in der zweiten Halbzeit gefühlt ca. zweimal am Ball gesehen», will jemand beobachtet haben. Ein anderer schreibt: «Xhaka überzeugt in der Nati selten und ist eines der Hauptprobleme!»

Die Unterschiede zwischen Klub und Nati

Denn bei Leverkusen liefert Xhaka anders als in der Nationalmannschaft momentan ab. Ähnlich sieht dies bei Manuel Akanji in Manchester City aus. Ob dies am Trainer liegt?

Auf X, ehemals, Twitter fordern Fans den Rücktritt der beiden Schlüsselfiguren der Schweizer Nati. «Xhaka oder Murat. Einer muss weg.» Auch der Basler SVP-Politiker Joel Thüring fordert, dass der Nati-Trainer Murat Yakin seinen Posten räumt, aber nicht nur. Er findet, dass Granit Xhaka seine Captainbinde abziehen muss und die Starspieler wie Rodriguez und Steffen in die Rente gehen. Frühpension in der Nati?

Doch über Xhaka werden nicht nur negative Kommentare und Schlagzeilen geschrieben. Die «Washington Post» etwa würdigt seinen Rekord in einem Artikel. Denn Granit Xhaka bestritt gegen Israel sein 119. Spiel mit der Schweizer Nationalmannschaft - so viele Spiele wie kein anderer Spieler.

Enttäuschung mit Humor überspielen

Einige nehmen das enttäuschende Spiel gegen Israel auch mit Humor. Zwar wurde die Partie nicht gewonnen, aber mit einem Resultat von 1:1 eben auch nicht verloren. Dennoch fordert jemand auf X bereits Hilfe vom Bundesrat und zieht einen Vergleich zwischen der Schweizer Nationalmannschaft und der Credit Suisse.

Doch, dass der Posten von Nati-Trainer Murat Yakin nach dem Spiel wackelt, sind sich viele einig. In der Kommentarspalte unserer Zeitungen schreibt ein Fan etwa: «Ein Erfolg ist mit diesem Trainer fast unmöglich.» Ein anderer analysiert das Spiel so: «In diesem Team stimmt von hinten bis vorne gar nichts mehr. Yakin muss weg. Er ist auf diesem Niveau völlig überfordert.»

Urs Fischer als Trainerlösung

Und auf X wird bereits diskutiert, ob Urs Fischer nun den Posten übernimmt. Er trennte sich diese Woche nach einer Niederlagenserie von Union Berlin und steht aktuell ohne Job da. Eine Option für die Schweizer Nati? Ja, finden die Fans. Und sie sind sich auch einig: «Schlimmer kann es nicht mehr werden.»

In den Sozialen Medien und im Netz allgemein werden aber nicht nur Xhaka und Yakin kritisiert, sondern der Auftritt der gesamten Nationalmannschaft. «Das ist nicht traurig. Nein das ist himmeltraurig, was da unsere Nati wieder abgeliefert hat», schreibt einer in der Kommentarspalte.

Die Schweiz hat immer noch zwei Matchbälle. Bereits am Samstag wartet mit Kosovo die nächste Chance, wobei sich die Schweiz für die Europameisterschaft qualifizieren könnte. Einige Fans in der Kommentarspalte sind aber so enttäuscht, dass sie das Gegenteil hoffen: «Hoffentlich können sie nicht an die EM. Wäre eine Schande für die Schweiz.»

In den Sozialen Medien informiert sich jemand bereits für die nächste Ticketbewerbungsphase, damit sich die Natispieler ein Ticket für die EM kaufen können. Schliesslich will man sich ein solches Spektakel im Nachbarland nicht entgehen lassen.

Viele äussern sich aktuell in den sozialen Medien oder in der Kommentarspalte negativ über Yakin, Xhaka und der Rest der Nationalmannschaft. Dennoch sind die EM-Träume noch nicht geplatzt. Denn ausgerechnet einer vom FC Basel soll es nun richten.

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