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Leichtathletik

Schweizer Exploit bleibt aus

Den Schweizer Athletinnen und Athleten gelingt bei Weltklasse Zürich kein Exploit. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch.
Simon Ehammer ärgert sich nach einem ungültigen Versuch
Bild: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Simon Ehammer war mit seinen Leistungen in diesem Jahr im Weitsprung ein Kandidat für eine Top-Platzierung im Stadion Letzigrund, für einmal lief es dem WM-Dritten in dieser Disziplin jedoch nicht wunschgemäss. Der 22-jährige Appenzeller, der in diesem Jahr an acht Wettkämpfen die 8-Meter Marke geknackt hatte, musste sich mit einer Weite von 7,93 m begnügen. Diese reichte lediglich zu Rang 5 unter den sechs Teilnehmern im Final der Diamond League.

Nur drei der sechs Sprünge von Ehammer waren gültig, einmal übertrat der EM-Zweite im Mehrkampf um 0,8 cm. Dieser Satz wäre wohl über acht Meter gewesen. So blieb ihm die Krönung einer überragenden Saison verwehrt. Den Sieg sicherte sich mit 8,42 m der griechische Olympiasieger und Europameister Miltiadis Tentoglou, den Ehammer am vorletzten Dienstag bei Meeting Spitzenleichtathletik Luzern noch bezwungen hatte.

Europameisterin Mujinga Kambundji ging über 200 m als Nummer 5 der Meldeliste ins Rennen. Von daher ist der 5. Rang als normal einzustufen. Zu einem Exploit reichten die Kräfte nach der happigen Saison mit WM und EM nicht mehr; mit 22,65 Sekunden war die 30-jährige Bernerin um sechs Zehntel langsamer als bei ihrem an der WM im Juli in Eugene im Halbfinal erzielten Schweizer Rekord von 22,05 Sekunden.

Eine solide Leistung zeigte Ricky Petrucciani über 400 m. Der EM-Zweite über die Bahnrunde realisiert mit 45,31 Sekunden seine drittbeste Zeit in diesem Jahr und war dementsprechend zufrieden. Dagegen war bei Ditaji Kambundji, der EM-Dritten über 100 m Hürden, die Luft nach der anstrengenden Saison draussen. Die 20-Jährige blieb nach einen "instabilen" Rennen mit 13,22 Sekunden um 52 Hundertstel über der persönlichen Bestzeit und belegte als Neunte den letzten Platz. Annik Kälin, als Dritte im Siebenkampf die fünfte Schweizer Medaillengewinnerin an der EM in München, klassierte sich in ihrer Paradedisziplin Weitsprung mit guten 6,50 m auf dem 5. Platz.

Jason Joseph schöpfte über 110 m Hürden zwar auch in Zürich sein grosses Potenzial mit 13,54 Sekunden (6.) nicht aus - der eigene Schweizer Rekord beträgt 13,12 - dennoch stufte er den Lauf vom Gefühl her als "nicht so schlecht" ein. Von daher war es für ihn "schöner" Saisonabschluss. (sda)

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