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Mexiko

Ochoa wie eine mexikanischer Heiliger

2014 gegen Neymar, 2018 gegen Weltmeister Deutschland, 2022 gegen Lewandowski: Mexiko-Keeper Ochoa glänzt regelmässig bei der WM gegen die grossen Namen. "Ich liebe die WM", sagt der 37-Jährige.
Bild: KEYSTONE/AP/Martin Meissner

Zehntausende Mexikaner feierten ihn vor Ort als Held, Ex-Teamkollege Oribe Peralta verglich ihn in einer Fotomontage gar mit einem Heiligen: WM-Spezialist Ochoa glänzte direkt zum Start in seine fünfte Endrunde erneut und entschied das direkte Duell mit Weltfussballer Robert Lewandowski für sich. Mit dem gehaltenen Penalty sicherte er den Mexikanern gegen Polen einen Punkt.

Ochoa hatte den Penalty-Coup gegen Lewandowski über längere Zeit sorgfältig vorbereitet. "Wir haben daran gearbeitet in den letzten Wochen mit dem Goalie-Trainer Gustavo. Es ist immer schwierig gegen Lewandowski. Du schaust dir 15 bis 20 Penaltys von ihm an und weisst nicht, welche Seite du auswählen sollst", erklärte Ochoa, der zum Spieler des Matches gewählt wurde.

"Für solche Tage wie diese lohnt sich jedes Opfer", schrieb Ochoa in den sozialen Netzwerken. Der starke Auftritt des Routiniers reihte sich in andere denkwürdige Leistungen bei der WM ein. Vor vier Jahren war er beim 1:0-Sieg gegen Deutschland entscheidend, vor acht Jahren brachte er WM-Gastgeber Brasilien mit Neymar und Co. bei einem 0:0 fast zur Verzweiflung. "Wir wissen, dass 'Memo' einer für die wichtigen Momente ist, das hat er schon bei jeder WM bewiesen", sagte Teamkollege Henry Martin.

Als Ochoa diesmal den Penalty von Lewandowski parierte, herrschte im Stadion am Hafen von Doha ohrenbetäubender Lärm auf den Tribünen. "Ich möchte den Fans danken. Wir wissen, dass sie verrückt nach dem Nationalteam sind. Wir müssen weiter alles geben. Das fühlt sich an wie ein Heimspiel hier", freute sich Ochoa. "Ich liebe die WM." Die Mexikaner teilen die Meinung des Keepers, der nach verschiedenen Stationen in Europa wieder in seiner Heimat bei Club America spielt. Rund 90'000 Anhänger der Mexikaner waren laut FIFA am Dienstagabend rund um das Stadion unterwegs. (sda/dpa)

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