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Nach Cup-Out: FCZ entlässt Trainer Franco Foda

Der FC Zürich und Franco Foda gehen getrennte Wege. Der amtierende Meister entlässt am Mittwoch seinen Trainer. Der FCZ scheiterte am Sonntag in der zweiten Cuprunde an Lausanne-Sport.

Man musste es erwarten: Der FC Zürich stellt Trainer Franco Foda frei. Zwei Tage nach dem Cup-Aus in Lausanne haben die Verantwortlichen die Reissleine gezogen. Dies gaben die Stadtzürcher am Mittwoch bekannt. Der FCZ scheiterte am Sonntag im Cup-Sechzehntelfinal beim Challenge-Ligisten Lausanne-Sport nach Verlängerung 2:3. Die Zürcher warten in der aktuellen Saison noch immer auf den ersten Sieg. In der Meisterschaft ergatterte Foda mit seinem Team in acht Spielen lediglich zwei Punkte. Auch in der Europa League resultierten zwei Niederlagen.

Foda hatte das Traineramt erst im Sommer übernommen. Meistertrainer André Breitenreiter zog es in die Bundesliga zu Hoffenheim. Foda hatte zuvor die österreichische Nationalmannschaft trainiert.

Die Chronik des FCZ-Absturz

1. Mai: Mit einem 2:0-Sieg beim FC Basel sichert sich der FCZ den Titel. Zum 13. Mal in ihrer Geschichte werden die Zürcher Meister. Ausgerechnet beim Erzrivalen gelingt der letzte Schritt.

24. Mai: Meistertrainer André Breitenreiter verlässt den FCZ nach einem Jahr bereits wieder. Die Bundesliga ruft: Breitenreiter wird neuer Trainer in Hoffenheim.

8. Juni: Die Nachfolge ist geklärt, der FCZ meldet: Franco Foda übernimmt. Bei seiner Präsentation sagt dieser: «Ich weiss, dass mich eine schwierige Aufgabe erwartet». Und irgendwann ergänzt er: «Ich habe mich mit den Hunden der Canepas sofort verstanden.»

14. Juli: Zwei Tage vor Saisonbeginn lädt der FCZ zur Saisonmedienkonferenz. Ist die Mannschaft besser als in der Meistersaison, wird Präsident Ancillo Canepa gefragt. «Besser!», ruf er in den Saal hinein. Warum? Er gestikuliert wild, zeigt nach links auf Foda. Die Überzeugung im Verein ist gross, dass Foda den FCZ weiterentwickelt.

16. Juli: Der FCZ verliert zum Saisonauftakt 0:4 bei YB. Nicht, weil er eine desaströse Leistung zeigt, aber es scheint, als hätte ihn das Glück der letzten Saison verlassen. Beim Stand von 0:0 verschiesst Antonio Marchesano einen Penalty.

27. Juli: Der FCZ scheitert in der Champions-League-Qualifikation an Karabach. Zwar rettet Ivan Santini die Zürcher in der Nachspielzeit in die Verlängerung. Ein unnötiger Ballverlust führt dann aber zum entscheidenden Gegentor. Foda sorgt bei der Mannschaft für Verwirrung, weil er immer wieder das System ändert, anstatt auf die gewohnte Dreierkette zu setzen.

14. August: In der Meisterschaft ist vermeintlich der Tiefpunkt erreicht. Beim Aufsteiger Winterthur gibt's nur ein 1:1. Zur ersten Hälfte sagt Präsident Canepa: «Das war etwas vom Schlimmsten, was ich in den letzten Jahren gesehen habe.» Nie ist ein Meister schlechter in die Saison gestartet.

3. September: Die Qualifikation für die Europa League ist geschafft. Doch der Turnaround löst sie nicht aus. Im Gegenteil. Gegen Lugano verliert der FCZ wegen eines Gegentores in der 90. Minute 1:2.

11. September: Auch nach acht Runden in der Meisterschaft ist der FCZ sieglos. Beim 2:3 gegen Servette fällt der entscheidende Gegentreffer in der 95. Minute. Foda wirkt zunehmend verzweifelt.

18. September: Schlimmer geht's nicht? Doch. Im Cup gegen Lausanne führt der FCZ in der Nachspielzeit noch 2:1. Der erste Lausanner Ausgleich zählt nicht wegen Offside. Doch nach einem weiteren unnötigen Ballverlust der Zürcher gleicht Aldin Turkes doch noch aus, in der Verlängerung erzielt er auch noch den Siegtreffer für die Waadtländer – Turkes ist Ex-FCZ-Stürmer.

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