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Nationalteam

Mit Itten, Ndoye, Zakaria und Frei

Murat Yakin setzt beim letzten Zusammenzug des Schweizer Nationalteams vor der WM in Katar auf Routine und verzichtet auf Experimente.
Cedric Itten ist dank seinen Leistungen bei den Young Boys zurück im Nationalteam
Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Nebst den Arrivierten um Captain Granit Xhaka bot der Nationalcoach Cedric Itten, Dan Ndoye, Denis Zakaria und Fabian Frei für die Nations-League-Spiele in Spanien (24. September) und gegen Tschechien (27. September) auf.

Für Itten, Ndoye und Zakaria ist es das erste Aufgebot in diesem Jahr. Hinter jenem von Frei stand ein Fragezeichen, weil der 33-Jährige beim FC Basel zuletzt nicht mehr erste Wahl war. Yakin jedoch schätzt Freis Routine und Vielseitigkeit sowie die Option, in ihm eine zusätzliche Möglichkeit für die Innenverteidigung zu haben. "Ich kenne ihn in- uns auswendig", sagt Yakin.

Angeführt wird das Team von Captain Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Nicht dabei sind im Gegensatz zum letzten Zusammenzug im Juni Gregor Kobel, Jordan Lotomba, Mattia Bottani und Steven Zuber sowie der aus dem Nationalteam zurückgetretene Mario Gavranovic - wobei Kobel wegen muskulärer Probleme fehlt und Zuber bei AEK Athen zuletzt verletzungsbedingt ausgefallen ist.

Zakaria ist nach seinem Wechsel von Juventus Turin zu Chelsea zum ersten Mal seit langem wieder beschwerdefrei. Der siebenfache Internationale Itten - der einzige YB-Akteur in Yakins Aufgebot - empfahl sich mit starken Leistungen (5 Tore, 4 Vorlagen in 8 Super-League-Spielen) bei den Young Boys für eine Rückkehr. Er könnte in der Offensive den Platz von Gavranovic einnehmen, der sich nach 16 Toren in 41 Länderspielen nicht mehr für die Rolle als Ergänzungsspieler motivieren konnte.

Basel-Stürmer Ndoye ist noch ohne Länderspiel für das A-Nationalteam, die Teamstütze der Schweizer U21 war im September 2021 aber bereits einmal aufgeboten. Die grössten Hoffnungen bei den Jungen ruhen für die WM indes auf Noah Okafor, der bei RB Salzburg auch in der Champions League gegen grosse Gegner überzeugte.

Noch ist es nur das Kader für die letzten Nations-League-Spiele. Doch mit der Benennung seines Aufgebots für die Partien gegen Spanien am 24. September in Saragossa und drei Tage später in St. Gallen gegen Tschechien beginnt für Coach Murat Yakin der WM-Countdown mit der Nationalmannschaft. Weil die unmittelbare Vorbereitung auf die WM im November bedeutend kürzer ist als üblich, ist der September-Zusammenzug umso wichtiger. 69 Tage vor dem ersten Gruppenspiel im Al-Janoub-Stadion in Al Wakrah gegen Kamerun will sich Yakin zwar nicht festlegen, er gibt aber mit seinen Personalentscheiden zwangsläufig auch Einblicke in seine WM-Personalplanungen.

Aus dem Aufgebot lässt sich ablesen, dass Yakin im Vorfeld der WM auf Routine setzt. Talente wie Fabian Rieder müssen sich noch gedulden. "Wir wollen die nächsten Tage nutzen, um noch einmal näher zusammenrücken und als verschworene Einheit an die WM zu reisen", sagt Yakin. Und: "Spanien und Tschechien sind Mannschaften, die auf einem sehr hohen Niveau spielen. Deshalb sind es auch zwei wichtige Partien im Hinblick auf die bevorstehende WM."

Man wolle in der Nations League unbedingt in der höchsten Liga bleiben, so Yakin weiter. "Jeder Spieler weiss, worum es geht. Alle, die zum Kreis des Nationalteams gehören, wollen auch an die WM. Entsprechend motiviert und fokussiert werden wir diese beiden Partien angehen." (sda)

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