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Ski alpin

Erstmals seit Markenwechsel: Am «Lieblingshang» schlängelt sich Gisin endlich wieder auf das Podest

Michelle Gisin erreicht im Slalom in Lienz zum ersten Mal seit ihrem Markenwechsel das Podest, Mikaela Shiffrin fährt in einer eigenen Liga.
Michelle Gisin jubelt über ihren Podestplatz. 
Bild: Bild: Giovanni Auletta / AP

Das Strahlen von Michelle Gisin ist riesig. Sie steht im Zielraum in Lienz, in ihrer rechten Hand hält sie ihre Skis, sie schaut immer wieder nach rechts und unterhält sich mit Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin hat einmal mehr den Platz in der Mitte auf sicher. Im Slalom von Lienz fährt sie in einer eigenen Liga. Nicht weniger als 2,34 Sekunden nimmt die Dominatorin der Deutschen Lena Dürr ab. Dritte wird Michelle Gisin, die bei SRF bilanziert: «Lena und ich waren die besten der normalen Menschen. Mikaela war einfach mal wieder fantastisch. Ihre Leistung ist sehr, sehr, sehr beeindruckend. Sie ist nicht umsonst die Beste aller Zeiten.»

Doch die Geschichte des Tages schreibt an diesem Freitag nicht die Rekordsiegerin, sondern Gisin selber. Ihr gelingt im österreichischen Lienz endlich wieder einmal ein gutes Weltcup-Resultat. Im Frühling 2022 hat sie nach erfolgreichen Jahren bei Rossignol ihr Material zu Salomon gewechselt. Vorher war sie Olympiasiegerin, war in praktisch jeder Disziplin Weltklasse.

Die Abstimmung passt endlich: Michelle Gisin bei ihrer Podestfahrt.
Bild: Bild: Dominik Angerer / Freshfocus

Nach ihrem Wechsel passte wenig, die Schuhe verursachten Schmerzen und Gisin suchte monatelang nach der Abstimmung. In den letzten Wochen war ein Aufwärtstrend erkennbar, gekrönt wird dieser nun mit einem Topresultat. In Lienz hat Gisin schon 2019 und 2021 das Podest erreicht. «Ich müsste dazu jetzt wohl Lieblingshang sagen», meint Gisin zu dieser Statistik. «Für mich ist es unfassbar schön. Ich weiss nicht genau, wie das möglich war, aber es ist mega cool.»

Trotz der schmerzhaften Absenz der verletzten Slalom-Teamleaderin Wendy Holdener verbuchen die Schweizerinnen in Lienz ein gutes Teamergebnis. Mit Nicole Good erreicht eine weitere Schweizerin die Top Ten. Die 25-jährige Ostschweizerin wird überraschend Neunte und feiert damit das beste Resultat ihrer Karriere. Mélanie Meillard klassiert sich als 15., Camille Rast verliert im zweiten Lauf noch zehn Ränge und wird schliesslich 27.

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