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Super League

Meister Basel unter Zugzwang

Nach dem Sieg des Leaders YB am Samstag in Zürich, ist Verfolger Basel in der 26. Runde der Super League unter Zugzwang. Gegen Sion muss das Team von Raphael Wicky zum Siegen zurückkehren.
Raphael Wicky und der FC Basel stehen unter Zugzwang
Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Sieben Spiele, sieben Siege, die Young Boys gewannen auch auswärts gegen den FC Zürich und sind 2018 noch immer ohne Punktverlust. Der erste Meistertitel seit 1986 rückt immer näher.

Was zusätzlich für die Berner spricht, ist die sportliche Krise des FC Basel. Aus den Spielen gegen Lugano, Thun, St. Gallen, Luzern und Lausanne resultierten seit der Winterpause gerade einmal vier Punkte. Nicht einmal der Sieg bei Manchester City im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League brachte die Bebbi zurück in die Spur; von einer Winnermentalität ist derzeit am Rheinknie nichts zu spüren. Zwar herrscht im Umfeld des Meisters der letzten acht Jahre Ruhe, Marco Streller und Präsident Bernhard Burgener sahen sich aber dennoch genötigt, ihrem Trainer öffentlich den Rücken zu stärken. "Wir gehen mit Wicky in die neue Saison", sagte Sportchef Streller gegenüber der "Basler Zeitung".

Wicky nahm die Stellungsnahme seines Vorgesetzten zwar dankend zur Kenntnis, der langjährige Schweizer Internationale kennt aber die Mechanismen des Geschäfts. "Die derzeitige Situation ist unbefriedigend, wir müssen gegen Sion wieder in die Erfolgsspur finden." Verbal haben sich die Basler aus dem Meisterrennen verabschiedet, zumindest die Statistik lässt sie aber hoffen: 2008, als der FCB im letzten Spiel im St. Jakob-Park YB den Titel noch entriss, lag er zwischenzeitlich auch 13 Verlustpunkte zurück - allerdings nach acht Runden.

Kellerduell im Berner Oberland

Während sich die Stadt Bern dank YB und dem SC Bern auf einen erfolgreichen Frühling einrichtet, sieht die Situation im Berner Oberland düster aus. Nach fünf Niederlagen in Folge ist der FC Thun am Tabellenende angekommen. Das Fehlen von vier Innenverteidigern und die Tatsache, dass Trainer Marc Schneider vor dem Heimspiel am Sonntag gegen das seit sechs Partien sieglose Lausanne-Sport unter der Woche wegen eines Stages beim Bundesligisten SC Freiburg fehlte, passt zur derzeitigen Situation.

Die zwei bisherigen Direktduelle der beiden Abstiegskandidaten entschied Thun zwar für sich, vier der acht Tore schoss allerdings Simone Rapp - dieser steht nun beim Gegner vom Sonntag unter Vertrag. Beim 1:1 am Mittwoch gegen Basel schoss der 25-jährige Tessiner sein erstes Tor für den neuen Arbeitgeber.

Im dritten Spiel am Sonntag treten Lugano und Luzern gegeneinander an. Mit 14 Punkten aus sechs Spielen ist Luzern die zweitbeste Mannschaft der Super League im Jahr 2018. Unter dem neuen Trainer Gerardo Seoane sind die Zentralschweizer noch ungeschlagen. Lugano ist nach dem glänzenden Start ins neue Jahr in eine Mini-Krise geraten. Die Tessiner verloren zuletzt drei Spiele in Serie. (sda)

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