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Lionel Messi lehnt Milliarden-Angebot aus Saudi-Arabien ab und tritt gegen PSG nach: «Zwei Jahre, in denen ich nicht glücklich war»

Nach zwei Jahren verlässt Lionel Messi Paris Saint-Germain in Richtung USA zu Inter Miami. Die Zeit in Frankreich empfand der argentinische Weltmeister nicht als glücklich, wie er sagt.
Lionel Messi verlässt PSG in Richtung USA.
Bild: Bild: Christophe Petit Tesson/EPA

Am 29. Januar 2018 nimmt alles seinen Lauf. Eine Investorengruppe rund um den ehemaligen englischen Star-Spieler David Beckham erhält von der Major League Soccer (MLS) den Zuschlag für das 25. Franchise der Liga. Es ist das Gründungsdatum von Inter Miami. Zum Geburtstag erreichen den Klub Dutzende Glückwünsche von internationalen Grössen. So auch von Lionel Messi. Der Argentinier richtet dabei in seiner Videobotschaft direkt das Wort an Miteigentümer Beckham und sagt abschliessend mit einem spitzbübischen Grinsen: «Wer weiss, vielleicht rufst du mich dann eines Tages an». Gesagt, getan. Fünf Jahre später steht fest, dass der 35-jährige Weltmeister seine Schuhe künftig im südöstlichen US-Bundesstaat Florida schnüren wird.

Der siebenfache Weltfussballer des Jahres erteilte damit überraschenderweise auch einer Rückkehr zum FC Barcelona und einem Abenteuer in Saudi-Arabien eine Abfuhr. Dabei sehnte man sich bei den Katalanen nach dem tränenreichen Abgang vor zwei Jahren in Richtung Paris nach einem Happy End mit dem verlorenen Sohn. Damals kam es nach 21 Jahren bei Barça zu einer Trennung, die keiner wollte. Weder er, noch sein Herzensklub. Doch die klammen Katalanen waren in einer ausweglosen Situation, konnten sein Gehalt trotz geplanter Lohnreduktion nicht mehr stemmen.

Messi wollte zu Barça

Nach dem auslaufenden Kontrakt bei Paris Saint-Germain schienen die Vorzeichen für eine Heimkehr des ablösefreien Argentiniers ideal. Barça-Coach Xavi und Präsident Joan Laporta liessen in der Öffentlichkeit verlauten, dass eine Verpflichtung alleine in den Händen des Argentiniers liege. Doch so war es nicht. Auch zwei Jahre nach dem Tag der unendlichen Tristesse stecken die Katalanen in finanzieller Schieflage. Etwas, das auch der Klublegende nicht entgangen war.

Der Traum des FC Barcelona von der Rückkehr von Lionel Messi geht nicht in Erfüllung.
Bild: Bild: Francisco Seco / AP

«Ich wollte wirklich zurück zu Barça, das war mein Traum. Aber nach dem, was vor zwei Jahren passiert ist, wollte ich nicht wieder in der Situation sein, dass meine Zukunft in den Händen von jemand anderem liegt», so Messi gegenüber der spanischen Sportzeitung « Mundo Deportivo ». Heisst: Der FC Barcelona hätte Spieler verkaufen und das Lohnniveau senken müssen. Diesen Schuh wollte sich der 35-Jährige nicht anziehen.

Geld habe in seinen Überlegungen keine Rolle gespielt, «ansonsten wäre ich nach Saudi-Arabien gegangen.» Dem Vernehmen nach sollen ihm 400 Millionen Jahresgehalt bei Al-Hilal im umstrittenen Königreich offeriert worden sein. Vielmehr wollte er die Familie wieder in den Mittelpunkt rücken. Denn die Zeit in der französischen Hauptstadt habe sich negativ auf sein Familienleben ausgewirkt. Viel habe er von seinen Kindern verpasst. «Zwei Jahre, in denen ich nicht glücklich war».

In Miami ist die Vorfreude auf Lionel Messi riesig.
Bild: BIld: Lynne Sladky/AP

Nicht mehr im Rampenlicht?

Auf der Suche nach Glück und weniger Rampenlicht will er nun in der MLS fündig werden. 50 Millionen Euro pro Jahr soll Messi verdienen. Er wird damit Nati-Spieler Xherdan Shaqiri (8,153 Millionen Dollar) als bestverdienender MLS-Spieler locker ablösen. Zudem sollen bei den letzten Vertragsdetails Apple TV+ und Adidas für einen noch üppigeren Zahltag sorgen.

Ob er nun tatsächlich weniger im Rampenlicht stehen wird, darf bezweifelt werden. Bereits jetzt stiegen die Ticketpreise, in denen Inter Miami involviert ist, in schwindelerregende Sphären. Bis Mitte Juli werden sich die Fans wohl gedulden müssen, bis der neue Star erstmals im Miami-Trikot aufläuft. Drei Jahre vor der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko soll einer der besten Fussballer der Geschichte in Nordamerika für einen ungebremsten Boom sorgen. Zunächst muss Lionel Messi jedoch dafür sorgen, dass sein neuer Arbeitgeber, der nach 16 Spieltagen den letzten Rang in der Eastern Conference belegt, die rote Laterne wieder abgibt. Das wird ihm David Beckham am Telefon sicherlich mitgeteilt haben.

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