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Champions League

Gerardo Seoane mit Leverkusen nach Fehlstart vor wegweisender Woche: «Klar, dass der Druck steigt»

Gerardo Seoane durchlebt mit Bayer Leverkusen derzeit schwierige Wochen. Der Schweizer Übungsleiter ist dringend auf einen Turnaround angewiesen, sonst wird die Luft dünner.

Vor Saisonbeginn wurde Bayer Leverkusen als Titelaspirant gehandelt. Verständlich: Nachdem die Equipe des Schweizer Trainers Gerardo Seoane den starken dritten Rang in der vergangenen Spielzeit belegte, alle Teamstützen gehalten werden konnten und das Team punktuell mit Neuverpflichtungen verstärkt wurde, durfte die Werkself träumen. «Wir konnten aus dem vergangenen Jahr einige Erkenntnisse mitnehmen, auch ein gewisses Vertrauen, auch Selbstvertrauen», liess Seoane noch vor dem Saisonauftakt gegenüber dem «kicker» verlauten.

Doch vom Selbstvertrauen ist nach diesem veritablen Fehlstart nichts mehr übrig: Erstrunden-Out im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Elversberg, vorletzter Tabellenrang in der Bundesliga und 0:1-Niederlage zum Champions-League-Auftakt gegen den Aussenseiter FC Brügge. Der 43-jährige Luzerner befindet sich mit seinem deutschen Team derzeit im Krisen-Modus. Nichtsdestotrotz sprach Leverkusen-Sportchef Simon Rolfes am Wochenende dem Schweizer sein «vollstes Vertrauen» aus.

Seoane zeigt Verständnis für Kritik

Der Vorgesetzte von Seoane merkte aber auch an, dass man schnellstmöglich auf die Siegesstrasse zurückkehren und punkten müsse. Die Rheinländer stehen vor einer wegweisenden Woche, bei der auch der Job des Übungsleiters auf dem Spiel steht. Am Dienstagabend empfängt Leverkusen in der Königsklasse Atlético Madrid, am Samstag wartet Werder Bremen in der Liga.

«Wir spüren immer einen Druck. Es ist klar, dass bei dieser Anhäufung von Resultaten dieser immer mehr auf die Verantwortlichen, auch auf mich steigt. Ich habe letztlich die Gesamtverantwortung für die Entwicklung», sagte Gerardo Seoane an der Pressekonferenz vor der Dienstagspartie. Den Druck sieht der Trainer aber als Herausforderung. Er sei noch voller Tatendrang und der Tank mit Energie gefüllt, so Seoane.

Team will mitziehen und gibt sich motiviert

Den 11-fachen spanischen Meister bezeichnete der Schweizer derweil als schwierigsten Gegner der Gruppe.

«Es braucht totale Entschlossenheit und wir müssen uns in beiden Strafräumen viel konsequenter Verhalten.»

Die geforderte Haltung unterstrichen auch die Spieler. So sagte beispielsweise Defensivspieler Piero Hincapié: «Auch wenn wir als Mannschaft sportlich im Moment eine schwierige Zeit durchmachen, haben wir eine extreme Motivation.» Auch wenn es in der Umkleidekabine mal etwas lauter werde, sei die Stimmung nicht schlecht. Der Wille, um den Turnaround zu schaffen, sei ungebrochen, so Hincapié. Etwas, das die Spieler von Bayer Leverkusen, aber vor allem auch Gerardo Seoane, dringend benötigt.

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