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Rücktritt

Federers unterschiedliche Qualitäten

Bei seinem Rücktritt hält Roger Federer eine ganze Reihe von Rekorden. Sie zeugen von seiner Vielseitigkeit.
So kennt man Roger Federer: als Champion. Er weist aber auf dem Tennisplatz noch ganz andere Qualitäten auf
Bild: KEYSTONE/STF

Ein paar von Roger Federers Rekorden wurden in den letzten Monaten von Rafael Nadal oder Novak Djokovic gebrochen. Dazu gehören die 20 Grand-Slam-Titel (Nadal hat 22, Djokovic 21) oder die 310 Wochen an der Spitze der Weltrangliste (Djokovic steht bei 373). Andere von Federers Bestmarken dürften aber noch sehr lange gestehen bleiben. Es sind Rekorde unterschiedlichster Art.

Einige sind Beweis von Federers Brillanz zur Zeit seiner grössten Dominanz. So erreichte er von Wimbledon 2004 bis zum US Open 2007 zehn Grand-Slam-Finals in Serie, vom French Open 2008 bis zum Australian Open 2010 nochmals deren acht. Beides sind Marken, die vor und nach ihm keiner mehr schaffte. Dazwischen liegt das Australian Open, wo er geschwächt durch das Pfeiffersche Drüsenfieber "schon" im Halbfinal scheiterte. Auch die 23 Grand-Slam-Halbfinals hintereinander dürften ein Rekord für die Ewigkeit bleiben. Das bedeutet: Zwischen Sommer 2004 und Frühjahr 2010 gab es kein Grand-Slam-Turnier, das Federer nicht unter den besten vier beendete. Robin Söderling beendete die Serie im Viertelfinal des French Open.

Ein Beweis für seine Ausdauer und Konstanz sind die 237 Wochen, die er zwischen Februar 2004 und August 2008 ununterbrochen an der Spitze der Weltrangliste stand. Federer konnte jedoch nicht nur brillieren, mit zehn Siegen nach 0:2-Satzrückstand beeindruckte er auch mit seinem Kampfgeist und Durchhaltewillen. Keiner hat in seiner Karriere mehr geschafft. (sda)

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