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Europa League

Der FCZ benötigt einen Sondereffort

Der FC Zürich startet mit einem Schlagerspiel, einem Highlight in seiner schwierigen Zeit, in die Gruppenphase der Europa League. Die Zürcher spielen am Donnerstag in St. Gallen gegen Arsenal.
Optimismus bei FCZ-Goalie Yanick Brecher und Coach Franco Foda vor dem Match gegen Arsenal
Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Der Letzte der Super League spielt gegen den Leader der Premier League. Der FC Zürich scheint schon vor der Partie als Verlierer festzustehen. Zu verlieren haben die Zürcher tatsächlich nichts. Schon ein Unentschieden wäre für die Mannschaft von Trainer Franco Foda in ihrer misslichen Lage in den ersten Monaten dieser Saison ein ungeheurer Erfolg. Aber immer ist etwas möglich. Das zeigte der FC Vaduz, der in der Conference-League-Qualifikation als bedürftiger Klub der Challenge League den Traditionsverein Rapid Wien eliminierte, und das zeigte in jüngerer Vergangenheit auch der FCZ selber mit dem 3:2-Heimsieg in der Europa League gegen Bayer Leverkusen im Oktober 2018.

Zwei Gesichter

So ist zu hoffen, dass sich die Zürcher so zeigen wie bei den Siegen in den letzten Qualifikationsspielen gegen Heart of Midlothian (2:1 und 1:0) und nicht etwa so wie in den ersten sieben Runden der Meisterschaft mit nur zwei gewonnenen Punkten. Kein Meister in der Zeit der Super League ist so schwach gestartet. Nur Basel in der Saison 2011/12 holte aus den ersten sieben Spielen weniger als zehn Punkte, nämlich neun. Ja, es wäre eine tolle Überraschung, wenn sich die Zürcher gegen Gabriel Jesus, Bukayo Saka, Granit Xhaka und Co. behaupten könnten.

In den letzten Jahren musste Arsenal seine Leistungen dem Renommee des Klubs hinterher hinken lassen. In der Champions League tauchten die Gunners letztmals in der Saison 2016/17 auf. Seither konnten sie sich nur noch in der Europa League versuchen - die für die englischen Topklubs nur ein Trostwettbewerb sein kann.

Arsenals bescheidene Bilanz

Über die Jahrzehnte ist auch der Ertrag im Europacup bescheiden. Es reichte nur zum Gewinn des Cupsieger-Cups 1994. Anders als Chelsea, Liverpool und Manchester United haben sie sich in der Champions League nie durchgesetzt. In ihrer einzigen Finalteilnahme unterlagen sie dem FC Barcelona 2006 in Paris 1:2. Es war der Schlusspunkt der Saison, in der Arsenal in der Gruppenphase den FC Thun zweimal knapp besiegte. (sda)

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