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Ethikregeln für Sport

Der Dachverband Swiss Olympic muss jetzt den Turbo zünden

Der Bundesrat hat die Sportförderverordnung, das übergeordnete Regelwerk für den Schweizer Sport, mit dem Bereich Ethik ergänzt und setzt damit den privat organisierten Sport unter Druck.

Sportministerin Viola Amherd schaut dem Schweizer Sport mit Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl (rechts) künftig noch genauer auf die Finger.
Bild: Anthony Anex / KEYSTONE

Im Jahr 2021 schuf die Stiftung Swiss Sport Integrity innert Rekordzeit die Rahmenbedingungen für den Start einer Meldestelle für Ethikverstösse im Schweizer Sport per 1. Januar 2022. Nun steht eine solche Herkulesaufgabe dem Dachverband Swiss Olympic bevor.

Mit der Aufnahme des Bereichs «Ethik» in die revidierte Sportförderverordnung schafft der Bundesrat zwar einen rechtlich verbindlichen Rahmen zur Durchsetzung von finanziellen Kürzungen von Bundesgeldern. Die eigentlichen Spielregeln dafür muss nun aber Swiss Olympic schaffen.

Die Politik schaut dabei dem Sport in der Schweiz so stark auf die Finger wie noch nie. Neben den bekannten individuellen Ethik-Themen wie psychische und physische Übergriffe, Diskriminierung oder Vernachlässigung der Fürsorgepflicht packt der Bundesrat weitere Elemente in dieses übergeordnete Regelwerk des Schweizer Sports. So zum Beispiel Regeln zu Transparenz, Sicherheit, Frauenanteil und Amtszeitbeschränkung.

Damit das Bundesamt für Sport seine zukünftige Kontrollfunktion und Entscheidungskompetenz für die Kürzung von staatlichen Subventionen tatsächlich ausüben kann, müssen den Sportverbänden die geltenden Massstäbe dazu bekannt sein.

Diese Spielregeln muss Swiss Olympic nicht nur sehr präzis, sondern auch ausserordentlich schnell ausarbeiten. Denn jeweils nach Abschluss der Olympischen Spiele handelt der Dachverband mit allen Verbänden sogenannte Leistungsvereinbarungen neu aus. In diesen Verträgen steht, was die Gegenleistungen für die finanzielle Unterstützung beinhalten. Dieser Leistungskatalog

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