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Schwyz

«Wäg de Buebä sind d Meitli gmacht wordä»

Am Samstag führte das Quartett famm im Chupferturm Schwyz das Stück «S Babeli, s Liseli und andere starke Frauen» auf.
Claudia Gerber kämmt der Schaufensterpuppe die Haare.
Bild: Sarah Zimmermann
Die Schaufensterpuppe wird kritisch beurteilt.
Bild: Sarah Zimmermann
Die vier Sängerinnen nahmen die Puppe komplett auseinander.
Bild: Sarah Zimmermann
Das Bein wurde von Sarah Höltschi geklaut.
Bild: Sarah Zimmermann
Das Quartett begeisterte mit gesanglicher Vielfalt.
Bild: Sarah Zimmermann
Erst ja, dann «aah!»: Wie Puppen stehen diese vier zuletzt auf der Bühne.
Bild: Sarah Zimmermann
Simone Felber (von links), Sabrina Troxler, Sarah Höltschi und Claudia Gerber sind ein eingespieltes Quartett.
Bild: Sarah Zimmermann

Leise und unauffällig schlichen sie von hinten hinein. Summend liessen sie das Publikum im Theatersaal in Schwyz neugierig warten. Was würde als Nächstes passieren? Die vier Damen von famm, Claudia Gerber, Sabrina Troxler, Sarah Höltschi und Simone Felber, zeigten die Probleme der Frauen in der heutigen Männerwelt auf, wie länger anstehen zu müssen, wenn man aufs WC will, oder dass Frauen täglich 45 Minuten länger arbeiten als Männer und die Haushalte mehrheitlich von Frauen geführt werden.

Die vier Frauen warfen mit Zahlen und Fakten um sich und verpackten diese in Geschichten darüber, was Frauen im Alltag so erleben, und in Gesang. Witzig und charmant brachten sie das Publikum zum Schmunzeln.

Fragen über Fragen zum Frau-Sein

Das Publikum wurde mit Fragen über Fragen konfrontiert. Wie hat sich eine Frau anzuziehen, wie die Haare zu machen, was für Zähne soll sie haben, und wie soll sie sich verhalten? Es gab auch gleich Antworten dazu: Sie soll lächeln, Lippenstift tragen und bis im Alter von 30 sollte sie Kinder in die Welt setzen. Und was hat eine Schaufensterpuppe auf der Bühne verloren? Gibt es Parallelen zwischen Puppen und Frauen? Die Schaufensterpuppe wurde indes während des Stücks von den vier Frauen buchstäblich auseinandergenommen.

«Frauä ghörid is Huus, oder? – Also is Bundeshuus!»famm

Auch ernsthafte Töne wurden angeschlagen. Was haben Frauen gemeinsam? Was erwartet die Gesellschaft von Frauen? Das Quartett setzte sich während der Erarbeitung des Programms intensiv mit all dem auseinander. Unterstützung erhielt es von der Theaterpädagogin Sylvie Kohler. Ein vielseitiges Programm entstand. Von Jodel über feines, leises Summen über kraftvolle Gesänge bis hin zu ungeschliffenen Fortissimo brachte es eine grosse Vielfalt auf die Bühne. Und das Publikum war begeistert. Am Ende wurden Papierflieger mit Notizen in den Theatersaal des Chupferturms geschossen. Und es gab eine Zugabe für die Heimreise.

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