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Wollerau

Senior stirbt in verschütteter Baugrube

Die Polizei entdeckte in Wollerau einen 88-jährigen Mann, der in einer Baugrube verschüttet worden war. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Am Dienstag ging um 10.45 Uhr bei der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, dass in Wollerau ein 88-jähriger Mann an seinem Wohnort nicht erreicht werden könne. Eine Patrouille der
Kantonspolizei Schwyz entdeckte den Vermissten nach einer kurzen Suchaktion in einer verschütteten Baugrube.

Die Schwyzer Polizei teilt in einem Medienbulletin weiter mit: «Der Verunfallte erlitt beim Einsturz der Baugrube tödliche Verletzungen.» Aufgrund der bisherigen Ermittlungen gehen die Untersuchungsbehörden davon aus, dass der Rentner im Verlaufe des Montags bei einem Arbeitsunfall in der Grube verschüttet wurde.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz und die Kantonspolizei Schwyz haben die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen. Nebst der Kapo Schwyz standen die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, die Feuerwehr Wollerau und eine private Baufirma im Einsatz.

Kurz nach dem tragischen Vorfall kamen mehr Details ans Licht. So soll sich der Rentner, bis ins hohe Alter aktiver Turner, dahingehend geäussert haben, dass er sich nun einen Tunnel baue, der zu seinem 90. Geburtstag vollendet sein soll. Und diesen Tunnel habe er zum runden Geburtstag mit einem Tunnelfest einweihen wollen, «mit Musik und so», wie es aus gut unterrichteter Quelle heisst. Er wollte sich so quasi ein Lebenswerk schaffen.

Der Verstorbene war häufig auf seinen Liegenschaften anzutreffen. Dabei hat er auch viel gewerkelt. Eine Nachbarin sagt: «Wir haben oft darüber spekuliert, ob er wohl Gold sucht.» Im März des letzten Jahres hatte er dann seine Liegenschaften für Flüchtlinge aus der Ukraine geöffnet. gh

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