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Altendorf

Schwyzer Polizei nimmt nach Brandstiftungen einen 46-Jährigen fest

Nach zwei verdächtigen Brandfällen hat die Polizei in Ausserschwyz einen Mann aus Rumänien festgenommen. Er könnte diese und eventuell weitere Feuer gelegt haben.

In der Nacht auf Donnerstag ging auf der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz kurz vor 2 Uhr die Meldung über einen brennenden Gegenstand vor einem Haus an der Zürcherstrasse in Altendorf ein. Die ausgerückte Polizeipatrouille konnte zusammen mit der Feuerwehr Altendorf die Flammen rasch löschen. 

«Kurze Zeit später entdeckten die Einsatzkräfte noch einen weiteren Brandherd beim selben Gebäude. Auch dieser wurde umgehend gelöscht. Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.» Das teilte die Kapo Schwyz am Samstagmorgen in einem Bulletin mit.

Der mutmassliche Täter konnte laut Polizeiangaben noch in der Nacht festgenommen werden. Es handelt sich um einen 46-jährigen rumänischen Staatsangehörigen. Die Kantonspolizei Schwyz klärt ab, ob der Festgenommene noch für weitere Delikte verantwortlich ist. Nebst der Kantonspolizei Schwyz stand die Feuerwehr Altendorf mit 20 Personen im Einsatz.

Was sagt das Gesetz?

In der Schweiz wird Brandstiftung nach Art. 221 des Strafgesetzbuches (StGB) geahndet. Der Grundtatbestand sieht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr vor, wenn jemand vorsätzlich eine Feuersbrunst zum Schaden eines anderen oder unter Herbeiführung einer Gemeingefahr verursacht.

Zudem existieren qualifizierte Tatbestände, die eine höhere Strafe nach sich ziehen, wenn beispielsweise Todesfolge, schwere Körperverletzung oder ein grosser Sachschaden entstanden ist. Auch Brandstiftung aus gemeingefährlichen Motiven oder durch einen Amtsträger wird mit einer Freiheitsstrafe von 5 bis 20 Jahren bestraft.

Versuchte Brandstiftung kann mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden. Bei geringfügiger Brandstiftung, die nur einen geringen Schaden verursacht und keine Gemeingefahr darstellt, ist die Strafe auf maximal drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe begrenzt.

Neben den objektiven Tatbestandsmerkmalen spielen bei der Strafzumessung auch subjektive Faktoren wie Vorsatz, Motiv und Schuldbewusstsein eine Rolle. Ebenso können Voreintragungen im Strafregister das Strafmass beeinflussen. gh

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