Der See steigt nicht mehr weiter

BRUNNEN ⋅ Aufatmen am Ufer des Vierwaldstättersees. Nachdem der Pegel in der Nacht auf Dienstag sprunghaft auf ein Drei-Jahres-Hoch angestiegen war, verharrte der Wasserstand am Dienstagnachmittag bei gut 434,10 Metern.

Aktualisiert: 
11.06.2019, 16:00
11. Juni 2019, 11:05

Am Dienstagnachmittag betrug der Wasserstand des Vierwaldstättersees bei der Messstation in Brunnen 434,11 Meter. Der Pegel war am Vormittag nur noch langsam angestiegen und hat sich am Nachmittag eingependelt. Die Marke von 434 Metern hat der Vierwaldstättersee in Brunnen mit 434,13 letztmals im Juni 2016 überschritten. Im Verlauf des Dienstags liessen im Urnerland die Niederschläge nach. Für den Moment scheint das Gröbste überstanden.

Generell hat sich in der Schweiz die Hochwasser-Lage am Dienstag beruhigt. Aber die Behörden müssen die Lage weiterhin beobachten. Der Gotthardpass ist aktuell wegen Schneefall in der Nacht geschlossen.

Zudem war am Morgen die Bahnstrecke zwischen Erstfeld und Göschenen wegen einem Erdrutsch nicht befahrbar. Die Fernverkehrszüge RE fallen zwischen Erstfeld und Göschenen aus. Reisende müssen auf die Strecke via Arth-Goldau ausweichen oder die Ersatz-Busse benutzen.

Regenfälle und Gewitter lassen nach

Besonders betroffen waren laut den Unwetterkarten auch einige Regionen in der Romandie, das Tessin und der Kanton Graubünden. So erhöhte Meteosuisse in der Nacht auf Dienstag etwa für Gamsen VS die Unwetterwarnstufe auf Orange.

Für die Region Chur wurde ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Die meteocentrale schrieb, es bestünde die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Die Blitzaktivität sei zudem hoch. Das Zentrum des Gewitters habe im Bereich Innerferrea GR gelegen.

Die Schweizerischen Rheinhäfen melden am Dienstagmorgen, dass die Hochwassermarke I am Pegel Basel-Rheinhalle überschritten wurde. Der Aktuelle Pegelstand betrage 719 cm(gh/sda/jwe)


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