Vermisste Frau tot aus dem Vierwaldstättersee geborgen

BRUNNEN ⋅ Am Samstagabend nach 21 Uhr hat die Kantonspolizei Schwyz das Areal zwischen der SGV-Station und dem «Waldstätterhof» abgesperrt. Eine 49-jährige Frau, die kurz zuvor als vermisst gemeldet worden war, konnte nur noch tot geborgen werden.

Aktualisiert: 
25.07.2021, 10:00
24. Juli 2021, 21:32

Am Samstagabend nach 19.30 Uhr erhielt die Kantonspolizei Schwyz aus Brunnen die Meldung, dass seit rund zwei Stunden eine 49-jährige Frau vermisst werde. «An der Suchaktion beteiligten sich die Feuerwehr und der Seerettungsdienst Ingenbohl sowie die Kantonspolizei Schwyz», teilte die Kapo am Sonntagvormittag in einem Bulletin mit.

Nach 21.15 Uhr konnte die leblose Person von den Einsatzkräften rund 10 Meter vom Waldstätterquai entfernt im Vierwaldstättersee geortet und geborgen werden. Die Kantonspolizei Schwyz schreibt: «Bei den Ermittlungen zur Todesursache liegen keine Hinweise auf eine Dritteinwirkung vor.»

Bis am späten Abend blieb ein Teil der Quaianlage für die polizeiliche Spurensicherung abgesperrt. Auf Aufforderung hin wurden in einem nahen Ausgangslokal am Quai die Fensterläden geschlossen.

Ertrinken leider eine häufige Todesursache

 Im Jahr 2020 sind während dem Corona-Sommer 46 Menschen in Schweizer Gewässern tödlich verunglückt. Wiederum waren die offenen Gewässer die Hotspots. Mit Blick auf das bevorstehende Sommerwochenende möchte die SLRG aufgrund der hohen Wasserstände insbesondere für den Aufenthalt an, in und auf Flüssen zur Vorsicht mahnen. Daher rät die SLRG den sicheren Badespass zu wählen, sollte sich das Wetter wie prognostiziert auf das Wochenende hin verbessern.

Die Schweiz zählt 46 Menschen, die im Jahr 2020 in helvetischen Gewässern ertrunken sind. Darunter sind 32 Männer, 10 Frauen und 4 Kinder. 44 der Todesfälle ereigneten sich in offenen Gewässern. Genauer betrachtet verunfallten 25 Menschen in Flüssen/Bächen, 19 in Seen, eine Person im heimischen Pool und eine im Planschbecken. 

An der Ausgangslage für die Ertrinkungsprävention und die Wasserrettung hat sich laut SLRG nichts geändert: In überwachten Bädern gibt es praktisch keine Unfälle mit Todesfolge. Dafür stellen die offenen Gewässer mit dem Löwenanteil der Unfälle mit Todesfolge den «Hotspot» dar. gh


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