So wird das neue Jazz meets Folklore

SCHWYZ ⋅ Der Anlass Jazz meets Folklore ist gerettet. Vieles wird neu, eine Verlängerung bringt frischen Wind. Wir haben die Details.

21. März 2019, 20:25

Silvia Camenzind

Das Schwyzer Musikfestival ist gerettet. Ein neues verjüngtes OK um den neuen OK-Präsidenten Thomas Kesseli konnte bereits die Eckpfeiler für die neunte Austragung einschlagen. So positiv die Nachricht ist, das Jazz meets Folklore, kurz Jamfo genannt, wird nicht mehr dasselbe sein, wie es war.

Der Hauptplatz –bisher stand dort die Hauptbühne – wird nicht mehr Drehscheibe und Durchführungsort des Festivals sein. Das neue OK will vom «Klumpenrisiko Hauptplatz» Abstand nehmen und streicht ihn deshalb ganz aus dem Programm. «Wir fanden es schwierig, etwas zu organisieren, das sich nicht selbst trägt», erklärt Kesseli auf Anfrage. Das heisst, das Jamfo ist kein Open-Air-Anlass mehr, sondern mutiert zum reinen Indoorfestival.

Das erste Jamfo nach dem neuen Konzept wird am 4. und 5. September 2020 als zweitägiges Beizenfestival ausgetragen. Der bisherige Zweijahresturnus wird wegen des Schwyzer Gmeindsfäschts unterbrochen. Dieses findet diesen Sommer vom 30. August bis 1. September statt.

OK will wetterunabhängig planen 

Dank des Neukonzepts Beizenfestival entfällt die aufwendige Bühnen- und Lichttechnik, die für die Konzerte auf dem Hauptplatz nötig war. Künftig kann das OK um Thomas Kesseli wetterunabhängig planen, was dem neuen Team einiges erleichtert. Der Hauptact wird im MythenForum auftreten, genau wie im Jahr 2017. Damals regnete es, und Müslüm liess es indoor «la bambele».

Es wird wieder eine Hutkollekte geben

Trotz Schlechtwetter zählte das Jamfo mit Hauptact Müslüm rund 3000 Besucherinnen und Besuchern. Der Anlass warf einen Gewinn ab. Die Finanzen sind im Lot. Deshalb wird das Eintrittskonzept mit Hutkollekte laut Pressemitteilung beibehalten. Beim Beizenfestival sind die Schwyzer Wirte wichtige Partner des OKs.

25 Schwyzer Wirte sind am Montag, 25. März, abends zu einer ersten Infoveranstaltung eingeladen. Ziel ist, dass das Publikum beim nächsten Jamfo Konzerte ohne Zeitdruck geniessen kann, denn verschiedene Bands und Formationen werden an beiden Festvialtagen auftreten.
Das Jamfo ging 2007 erstmals über die Bühne, es vereint Volksmusik mit Jazz und Pop und brachte Stars wie Angélique Kidjo nach Schwyz. 

Bis auf zwei Personen ist das Organisationskomitee nun neu zusammengesetzt. OK-Präsident Thomas Kesseli engagiert sich, weil er das Jamfo einen guten Anlass findet und es schade fände, wenn es ihn künftig nicht mehr gäbe, wie er auf Anfrage erklärte.


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