«Ich bin auch ein Komposthaufen»

SCHWYZ ⋅ Das Geschäft verrichten und erst noch etwas Gutes tun. Was will man mehr? Bei uns wurde erstmals eine öffentliche Kompost-Toilette aufgestellt, und es kommen noch mehr. Der «Bote» weiss wo und hat schon mal neugierig reingeschaut.

27. Mai 2019, 19:30

Nadine Annen

Ein «stilles Örtchen» der besonderen Sorte sorgt seit gestern in Schwyz auf der Hofmatt für fragende Gesichter. Ein mobiles WC-Häuschen komplett aus Holz, davor ein roter Teppich ausgerollt, hat das Gmeindsfäscht-OK dort installiert. Was hat es damit auf sich?

«Es handelt sich dabei um eine der Komposttoiletten, die auch während des Gmeindsfäschts im Einsatz sein werden», erklärt OK-Präsident Dominik Blunschy. Ganz nach dem Festmotto «Schwyz, natürlich!» hat sich das OK der Nachhaltigkeit verschrieben und deshalb mit den sogenannten Kompotois auch für die kleinen und grossen Geschäfte der Besucher eine umweltschonende Alternative zu den herkömmlichen Chemie-WCs aus Plastik gefunden.

«Der rote Teppich symbolisiert, dass das Gmeindsfäscht die Menschen, die Schwyzerinnen und Schwyzer, in den Mittelpunkt stellt», erklärt Blunschy weiter.

Aus dem Human Output, der in den heimeligen Holztoiletten landet, macht die Schweizer Firma Kompotoi anschliessend Bodenverbesserer. Und die Zugabe von Holzschnitzeln dient nicht nur als Sichtschutz, sondern sorgt auch dafür, dass die stillen Örtchen geruchsfrei bleiben.

Noch bis am 6. Juni kann das Kompotoi auf der Hofmatt schon mal ausgiebig getestet werden, bevor weitere Exemplare dann vom 30. August bis am 1. September für ein sauberes, umweltschonendes Geschäft der rund 30 000 erwarteten Besucher des Gmeindsfäschts sorgen.

Neben dem nachhaltig produzierten FaSZeneetli als Festabzeichen und dem Mehrweg- statt Einweggeschirr sind die Komposttoiletten ein weiterer Schritt zu einem Volksfest, das keine bleibenden Spuren in der Umwelt hinterlassen soll.


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