Zwei Kälber sterben in den Flammen

TRACHSLAU ⋅ In Trachslau bei Einsiedeln ist am Montagabend auf einem Hof ein Brand ausgebrochen. Zwei Kälber konnten nicht mehr rechtzeitig aus dem Stall gerettet werden.

Aktualisiert: 
21.09.2021, 00:00
20. September 2021, 21:56

Gemäss einem «Bote»-Leser brannte der Stall auf einem Bauernhof am Chlösterliweg in Trachslau nach 21 Uhr lichterloh. Der Brandplatz lag ganz in der Nähe des Frauenklosters Au. Eine Stunde nach Brandausbruch war der Stall ein Raub der Flammen geworden. Die Feuerwehrleute setzten alles daran, das Wohnhaus nebenan zu halten. Auf dem Hof steht auch eine Biogas-Anlage. Ein Übergreifen des Feuers konnte verhindert werden. Die Anlage und das Wohnhaus blieben unversehrt.

Laut dem Schwyzer Polizeisprecher David Mynall gab es keine Verletzten zu beklagen. Zwei Kälber im Stall konnten aber nicht mehr gerettet werden. «Nebst der Kantonspolizei Schwyz standen die Stützpunkfeuerwehr Einsiedeln, die Feuerwehr Feusisberg-Schindellegi sowie der Rettungsdienst im Einsatz», teilte die Kapo mit. Die Brandursache steht noch nicht fest. Die Kantonspolizei Schwyz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Familie auf dem Hof dramatische Stunden und Minuten erlebt. Bereits bei den sintflutartigen Regenfällen Ende Juli wurde sie hart getroffen, wie der March-Anzeiger schreibt.

Trachslau ist ein Viertel innerhalb der politischen Gemeinde Einsiedeln mit ungefähr 1200 Einwohnern im Schweizer Kanton Schwyz. Trachslau liegt südwestlich von Einsiedeln am Flüsschen Alp. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1331 als Trechsellum. Während des Marchenstreits soll im Jahre 1308 auf der Kriegmatte, dem südlichst gelegenen Heimwesen von Trachslau, eine Auseinandersetzung zwischen den Schwyzern und den Kriegsleuten des Klosters stattgefunden haben. Das Benediktinerinnen Kloster Au liegt auf dem Jakobspilgerweg zwischen Einsiedeln und Trachslau.

Aufgrund der kleinen Grösse Trachslaus war das Feuer im ganzen Dorf zu sehen. Entsprechend kam es zu einer Ansammlung von Zuschauern, die aber allesamt durch die örtlichen Einsatzkräfte auf Distanz gehalten worden waren. Rasch machen auch Aufnahmen in den sozialen Netzwerken die Runde. Wobei glücklicherweise rasch klar war, dass beim Brandfall keine Personen zu Schaden gekommen waren. Im Anschluss an den tragischen Brandfall reichte eine Tierschutzorganisation aus der Schweiz Anzeige ein, weil in den Flammen zwi Kälber verendet waren. gh


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