Gmeindsfäscht sagt Abfallbergen den Kampf an

SCHWYZ ⋅ Das Gmeindsfäscht 2019 soll Spuren hinterlassen aber nur anhand guter Erinnerungen, nicht aber in Bergen von Abfall. Das soll mit einem ausgeklügelten Mehrweggeschirr-System erreicht werden.

01. Oktober 2018, 11:22

Nadine Annen

In grossen Schritten rückt das Gmeindsfäscht 2019 in Schwyz näher. Die Ressortverantwortlichen des Organisationskomitees haben alle Hände voll zu tun. Am vergangenen Donnerstag haben sie die Vertreter von fast 80 Vereinen zu einem zweiten Infoabend ins MythenForum eingeladen. Denn sie seien es, die das Gmeindsfäscht gemeinsam mit dem OK zu einem unvergesslichen Grossanlass machen sollen, so OK-Mitglied René Thalmann vom Ressort Vereine. Erwartet werden für die drei Tage vom 30. August bis am 1. September 2019 über 30000 Besucher.

Das Fest steht unter dem Motto «Schwyz, natürlich!». «Das ist bewusst zweideutig», erklärte OKP Dominik Blunschy. So soll das Gmeindsfäscht einerseits eine Plattform bieten für die Schwyzer Vereine, Kultur und Traditionen, aber auch lokale Dienstleister, den Detailhandel und Künstler will man berücksichtigen und engagieren.

Andererseits soll das Fest aber auch im Zeichen der Nachhaltigkeit über die Bühne gehen. «Wir wollen weniger Abfall, keine Plastik-Toi-Tois und ein nachhaltiges Festabzeichen», hielt Blunschy die erklärten Ziele des OK fest. Für Letzteres wurde vor einigen Wochen ein Design-Wettbewerb lanciert (siehe Box).

Mehrweg-System ist nachhaltig und unkompliziert

Zum WC-Konzept wollte das OK noch nicht zu viel verraten. «Es werden aber sicher keine Plastik-Toi-Tois sein», versprach Blunschy. Deswegen müsse aber die Notdurft nicht in den Dorfbach verrichtet werden. «Wir haben eine coole Idee für die WCs», fügte der OKP hinzu.

Spruchreif war hingegen schon die Lösung für das an solchen Grossanlässen leidige Abfallproblem. Das Gmeindsfäscht hat mit der Cup Systems AG eine Lösung erarbeitet, die umweltschonend, nachhaltig und was dem OK besonders wichtig war – einfach umzusetzen ist. So werden in allen Festbetrieben, Bars und an den Ständen für ein Depot von je 2 Franken nur Mehrwegbecher, -teller und -besteck herausgegeben. Einwegplastikbecher oder -teller wird es keine geben.

Das OK verspricht sich dadurch bedeutend weniger Abfall. Und dadurch, dass die Besucher jede Art des Geschirrs in jedem beliebigen Festbetrieb zurückgeben können, entstehe auch kein kompliziertes Hin und Her. Die Vereine können das saubere Geschirr an einem zentralen Depot abholen und schmutziges Geschirr zum Abwaschen zurückbringen. Sie müssen dabei nur die Miete und den Abwasch des Geschirrs bezahlen, das sie selber herausgeben.

«Dafür muss kein Einweggeschirr eingekauft werden», erklärte Lorenz Meier von der Cup Systems AG den Vereinsvertretern. Am Schluss des Festes werde ein Depotausgleich verrechnet, sodass für Vereine, die Geschirr von anderen Ständen zurücknähmen und das Depot dafür ausbezahlten, keine finanziellen Nachteile entstünden.


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