Schwyzer Wintersport nur auf Sparflamme

SCHNEE ⋅ An den kommenden Festtagen wird Skifahren in der Region Schwyz nur ganz eingeschränkt möglich sein. Freuen hingegen dürfen sich die Wanderer – bis in höhere Lagen sind die Wege offen. Was wo angeboten wird, in unserer Übersicht.

20. Dezember 2016, 20:59

Ernst Immoos

Dank dem recht ergiebigen Schneefall im November kam es in einigen schwyzerischen Skiorten bereits zu einem Frühstart. Doch dieser Schnee war wegen starkem Föhneinfluss so schnell weg, wie er kam. Seither – und dies schon seit Wochen – «plangen» die hiesigen Skiorte auf einen weiteren Wintereinbruch. Doch ein Hoch jagt das andere, und oberhalb von 900 Meter über Meer scheint die Sonne fast frühlingshaft – zum grossen Glück bei knochentrockener Luft, was nachts das Produzieren von Kunstschnee ermöglichte. 

Nur Kunstschneepisten für die Wintersportler

In Oberiberg und auf dem Hochstuckli stehen bereits Kunstschneepisten zur Verfügung. Weitere folgen auf Weihnachten auf dem Stoos und dem Hoch-Ybrig. So oder so eröffnet das Skigebiet Hoch-Ybrig am 24. Dezember die Wintersaison. Die Chancen, dass der Skilift Sternen auf Weihnachten eröffnet werden kann, stehen gut. Ansonsten sind zumindest die Wege für die Fussgänger offen. Auf dem Stoos, wo ebenfalls zahlreiche Schneekanonen im Einsatz stehen, sollen ab Samstag der Sterneggskilift und das Kinder-Land in Betrieb stehen. Vor allem für Familien und Kinder möchte man ein gutes Angebot bieten, heisst es.

Bergwanderwege als Alternative geöffnet

Das Hochstuckli preist auch die übrigen Freizeitangebote an, unter anderem den Rundwinterwanderweg. In der Mythenregion setzt man ganz auf die verschiedenen Zubringerbahnen, die Berggasthäuser und die zahlreichen Wanderwege. Mit Wanderwegen (120 km) und den geführten Touren erhoffen sich die Rigi Bahnen, welche auch mit einem tollen Nebelmeer liebäugeln, viele Besucher. Für grüne Weihnachten hat der Stoos mit dem Panorama-Gratwanderweg Klingenstock-Fronalpstock (alle Sessellifte in Betrieb) einen ganz grossen Trumpf parat. Er ist offen und gesichert.

Finnenloipe Rothenthurm überlegt Beschneiung

Wer im Moment langlaufen möchte, der muss den Schnee suchen. In Rothenthurm wird man nicht fündig. Die Veranstalter müssen für ihre Original-Loipen in der Moorlandschaft 20 Zentimeter Schnee aufweisen können: «Wir müssen uns ernsthaft überlegen, ob wir zukünftig nicht auf der 3 km langen Nachtloipe eine künstliche Beschneiung in Betracht ziehen sollten», heisst es bei den Verantwortlichen.


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