34 Corona-Kranke: Altersheim unter Quarantäne gestellt

OBERARTH ⋅ Das Alterszentrum Frohsinn in Oberarth steht ab sofort unter Quarantäne. 26 Bewohner und 8 Angestellte sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Kanton hat eine Quarantäne verhängt und hilft mit zusätzlichem Schutzmaterial aus.

Aktualisiert: 
11.04.2020, 17:00
11. April 2020, 16:43

Nachdem im Zentrum für aktives Alter Frohsinn in Oberarth mehrere Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf das neue Coronavirus registriert wurden, sind in enger Abstimmung zwischen dem Kantonsärztlichen Dienst und der Geschäftsleitung alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden auf COVID-19 getestet worden.

«Aktuell liegen von 26 Bewohnerinnen und Bewohnern und 8 Mitarbeitenden positive Testergebnisse vor», schreibt das Schwyzer Departement des Innern in einer Mitteilung.

Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, hat der Kantonsärztliche Dienst das gesamte Zentrum unter Quarantäne gestellt. Das bedeutet, dass das gesamte Areal abgesperrt ist und das Personal nur noch mit entsprechender Schutzbekleidung tätig sein darf. Bereits am 16. März hat der Kanton Schwyz für alle Alters- und Pflegeheime ein grundsätzliches Besuchsverbot erlassen.

Das Amt für Gesundheit und Soziales und der Kantonsärztliche Dienst stehen bei der Umsetzung der Massnahmen in engem Kontakt mit der Heimleitung. Das Zentrum ist vom Kanton mit zusätzlichen Schutzmaterialien ausgerüstet und vom Kantonsärztlichen Dienst auf die Quarantänesituation vorbereitet worden.

Die Hygienevorschriften werden im gesamten Heim umgesetzt. Zudem ist auch das Bundesamt für Gesundheit über die getroffenen Massnahmen informiert worden.

«Im Kanton Schwyz sind aktuell 249 bestätigte Fälle registriert», teilt das kantonale Departement des Innern mit. Weitere Angaben zu den betroffenen Personen werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht.

Das Departement des Innern in seiner Medienmitteilung weiter: «Für den Kanton Schwyz hat die Gesundheit der Bevölkerung oberste Priorität. Besonders auch Menschen mit einem höheren Risiko, schwer zu erkranken, sollen vor dem neuen Coronavirus geschützt werden.

Die Bevölkerung ist nach wie vor aufgerufen, die Verhaltensregeln und Hygienemassnahem gemäss der Bundeskampagne «so schützen wir uns» strikte zu befolgen. gh


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