SVP-Wägital-Vizepräsident stellt sich als Hitler-Fan ins Abseits – Austritt gefordert

FACEBOOK-KOMMENTAR ⋅ Wie «Blick online» aufdeckte, leistete sich Manuel Züger, Vizepräsident der SVP Wägital, einen fatalen Facebook-Post. Jetzt droht ihm der Ausschluss aus der Partei.

08. Dezember 2019, 08:57

Am Donnerstagabend kommentierte Manuel Züger auf Facebook offenbar einen Artikel der «Berliner Morgenpost», in dem die Frage diskutiert wird, ob der Islam zu Deutschland gehört. Züger schrieb dazu: «Das Einzige, was wieder nach Deutschland gehört, ist ein neuer Onkel Dolf.» Onkel Dolf, sei eine unmissverständliche Verniedlichung der rechtsextremen Szene für Adolf Hitler, schreibt «Blick online».

Roland Lutz, Präsident der SVP des Kantons Schwyz, sagt auf Anfrage, dass das Verhalten Zügers «inakzeptabel und untolerierbar» sei. «Das geht gar nicht! Entweder tritt er selbst zurück, oder wir schliessen ihn aus der Partei aus», sagt er unmissverständlich. SVP-Kantonsrat Bernhard Diethelm, der in der gleichen Sektion wie Züger sei, sei damit beauftragt worden, diesbezüglich das Gespräch mit Züger zu suchen. Man wolle solche Leute wie Züger nicht in der Partei und distanziere sich klar von dessen Äusserungen.
 
Züger ist bereits der zweite Schwyzer SVP-Vize innert weniger Wochen, der mit rechtsextremen Aktionen auffällt. Vor einem Monat machte der «SonntagsBlick» publik, dass der Vizepräsident einer anderen Schwyzer Ortssektion die antirassistische Kundgebung gegen den Ku-Klux-Klan-Aufmarsch an der Schwyzer Fasnacht attackiert hatte. Er sprühte einem linken Demonstranten unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht. Nachdem der Fall an die Öffentlichkeit gelangt war, trat er von seinem Amt zurück und verliess die Partei (wir berichteten). (asz)
 
(c) March-Anzeiger / Höfner Volksblatt

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