Kanton erhöht Pflegebetten-Zahl auf maximal 3117

SCHWYZ ⋅ Die Zahl der Menschen über 80 Jahren dürfte sich im Kanton Schwyz bis 2040 gegenüber heute verdoppeln. Weil die Seniorinnen und Senioren vermehrt auf ambulante Pflege setzen, beschränkt der Kanton den Ausbau der Pflegebetten.

20. Dezember 2018, 15:18

Anfang 2017 verfügten die 29 Alters- und Pflegeheime im Kanton Schwyz über 1957 stationäre Plätze für Pflege und Betreuung. Der Bedarf sei damit für den Planungshorizont von acht Jahren gedeckt, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Sie präsentierte die Bedarfsplanung Langzeitpflege für die Jahre 2019 bis 2040.

Der Pflegebettenbedarf wird neu mittels Bandbreite festgelegt. Die Obergrenze steigt bis 2040 auf 3117 Betten. Darüber hinaus gehende Betten könnten nicht auf die Pflegeheimliste genommen werden. Die Untergrenze geht davon aus, dass sich der Trend der Verschiebung in den ambulanten Bereich akzentuiert und beträgt bis 2040 bloss 2429 Betten.

Weil Abweichungen bei langfristigen Prognosen nicht auszuschliessen seien - etwa durch Innovationen bei Medikamenten oder neuen Behandlungsformen, wird der Bewilligungshorizont für die Aufnahme neuer Betten auf die Liste auf acht Jahre beschränkt. Daneben müssten Dienste und Infrastruktur für die alternde Bevölkerung gefördert werden, um bedarfsgerechte Langzeitpflege zu gewährleisten. (sda)


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