Axenstrasse am Freitag ab 14 Uhr offen

SISIKON-FLÜELEN ⋅ Sechs Wochen und fünf Tage war die Axenstrasse gesperrt. Ab Freitagmittag, 14 Uhr, rollt der Verkehr wieder. Es kommt allerdings zu Einschränkungen: Keine Velos und Fussgänger.

12. September 2019, 10:46

René Meier

47 Tage nach dem Steinschlag oberhalb der Axenstrasse wird die Strasse zwischen Flüelen und Sisikon am Freitagmittag wiedereröffnet, teilt das Bundesamt für Strassen Astra am Donnerstag mit. Die Strasse ist seit Ende Juli infolge eines Murganges und Steinschlaggefahr gesperrt. Mitte August konnten zwei grosse Felsblöcke gesprengt werden.

Es kommt allerdings zu Einschränkungen: Die Axenstrasse bleibt für den Langsamverkehr (landwirtschaftliche Fahrzeuge, Töffli, Velo und Fussgänger) gesperrt. Aus Sicherheitsgründen bleibt auch der Weg der Schweiz im gefährdeten Gebiet gesperrt.

Velofahrer und Wanderern stehen als Alternativen die Zugs- oder Schiffsverbindungen zwischen Flüelen und Sisikon respektive Brunnen zur Verfügung.

Das Astra hat auf dem Strassenabschnitt im Gumpischtal eine Überwachungs- und Warnanlage installiert. Diese meldet, wenn Blöcke in Bewegung sind und veranlasst eine automatische Sperrung der Axenstrasse mittels Ampeln.

In einer ersten Phase steht auch ein Verkehrsdienst im Einsatz. Aufgrund der Reaktionszeit (20 Sekunden vom Abbruch im Gumpischtal bis zum Auftreffen auf der Axenstrasse) muss die Strasse nach dem Sperren innert kurzer Zeit geräumt sein.

Und was geschieht, wenn die Ampeln rot anzeigen? Wenn es keine Steine in den Schutznetzen oberhalb der Strasse hat, kann diese nach rund fünf Minuten wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Sind Steine in die Netze geprallt, bleibt die Strasse geschlossen, bis eine Beurteilung der Situation vor Ort von Experten vorgenommen werden konnte. In diesem Fall wird der Verkehr via Autobahn A2 umgeleitet und derjenige auf der Axenstrasse gewendet. Weiter schreibt das Astra:

«Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Strasse in einem solchen Fall wieder für längere Zeit geschlossen bleiben muss.»

Die Arbeiten am Berg oberhalb der Axenstrasse sind aber noch nicht zu Ende: Das Astra will in den kommenden Wochen und Monaten weitere grosse Blöcke sprengen und Steinschlagschutznetze montieren.

Das Astra rechnet damit, dass die Überwachungs- und Alarmanlage noch Jahre in Betrieb sein wird. Insgesamt seien 120'000 Kubikmeter Schuttmaterial (entspricht rund 1200 Lastwagen voll) im Gumpischtal abgelagert worden. Regen und Wind könnten dazu führen, dass weitere Blockabstürze und Murgänge ausgelöst werden.

Die Axenstrasse ist Teil der Autobahn A4 und liegt in der Verantwortung des Bundes. Im Durchschnitt wird sie täglich von zirka 16'000 Fahrzeugen befahren.


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