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Corona-Demo

René Bünter nennt die Regierenden «Verbrecher»

Von 16 Uhr bis 18 Uhr lief in Schwyz die Kundgebung des Aktionsbündnisses Urkantone. Die Teilnehmer hatten sich nach einem Sternmarsch auf dem Hauptplatz versammelt. Während der Veranstaltung liess die Polizei mehr als die vereinbarten 400 Teilnehmer auf den Platz.
Eine Polizistin beobachtet das Geschehen.
Bild: Kapo Schwyz
Die mobile Bühne vor dem Wyssen Rössli.
Bild: Keystone
Kritisiert wurde etwa das Singverbot für Chöre.
Bild: Keystone
Protest gegen den «Maskenbefehl».
Bild: Keystone
Die mit einem roten X versehenen Protestmasken.
Bild: Keystone
Alt Regierungsrat René Bünter bezeichnete die Politiker als Verbrecher.
Bild: Keystone
Leute aus Nah und Fern nahmen an der Kundgebung teil.
Bild: Keystone
Maskenpflicht fasnächtlich umgesetzt.
Bild: Keystone
Mit-Organisator Josef Ender spricht zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Bild: Keystone
Urchiges Flair vor der Demonstration.
Bild: Keystone
Trychler ziehen auf dem Hauptplatz ein.
Bild: Keystone
Unüberhörbarer Auftritt der Trychler.
Bild: Keystone
Politisches Statement auf der Maske.
Bild: Keystone
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen ihrem Ärger Luft.
Bild: Keystone
Kundgebungsteilnehmer auf dem Weg vom Bahnhof Schwyz zum Hauptplatz.
Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz

400 Gäste hätten sich gemäss den Vorgaben maximal auf dem Hauptplatz zur Kundgebung «gegen die Corona-Willkür» am Samstagnachmittag einfinden dürfen. Allerdings sagte die Polizei nach einer halben Stunde aus Goodwill zu, den anstehenden Leuten ebenfalls Zutritt zu gewähren. Schliesslich befanden sich rund 450 Personen auf dem Hauptplatz. Es galt eine generelle Maskenpflicht, ausser für die Redner während ihren Ansprachen.

Es traten diverse Politiker und Prominente auf: Allen voran René Bünter, ehemaliger Schwyzer SVP-Regierungsrat. Er bezeichnete in seiner Rede die verantwortlichen Politiker als Verbrecher. Und Wetterschmöcker Musers Märtl meinte: «Gegen die Lausbuben in Bern oben sollte man mehr wettern.»

Die Kantonspolizei Schwyz war vor Ort sehr sichtbar präsent. Es wurde kontrolliert, ob die Abmachungen mit dem Veranstalter eingehalten wurden. Die Kundgebungsteilnehmer, die sich im Vorfeld bei den Organisatoren zu registrieren hatten, waren vor 16 Uhr von allen Seiten im Sternmarsch Richtung Hauptplatz gezogen. Um etwa 15.30 Uhr marschierte eine Gruppe in Begleitung von Trychlern vom Bahnhof in Seewen via Bahnhofstrasse nach Schwyz.

Die Veranstalter glichen vor dem Abmarsch die Namen der Anwesenden mit den Anmeldungen ab, wobei auch offensichtliche Witznamen darunter waren. Später händigte man beschriftete Kartonschilder aus. Darauf wurde unter anderem protestiert gegen die «Berset-Diktatur». Auch beim Marsch galt eine Maskenpflicht. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen ein Attest auf sich, das sie von der Maskenpflicht befreite. Andere waren demonstrativ mit Protestmasken unterwegs. Der Sammelplatz hinter dem Bahnhof Schwyz wurde anschliessend durch Helfer gesäubert.

Ein zweiter Sternmarsch begann beim Verkehrsamt, ebenfalls mit Trychler-Begleitung. Weiter setzte sich laut dem Aktionsbündnis ein Zug ab Rubiswil via Schmiedgasse in Bewegung. Ein vierter Marsch startete demnach vor dem Kollegi.

Laut einer Mitteilung der Kantonspolizei Schwyz sei die Kundgebung den ganzen Nachmittag über ohne Zwischenfälle verlaufen. Allerdings würden vier Teilnehmer wegen Missachtung der Maskentragepflicht bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Gemäss Urner Polizei sei auch die Veranstaltung in Altdorf reibungslos verlaufen. Auch die Obwaldner Polizei sagt auf Anfrage, die Veranstaltung sei ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Ähnlich tönt es bei der Nidwaldner Polizei. Die Kundgebung in Stans sei friedlich verlaufen. Es seien rund 300 Personen auf dem Dorfplatz versammelt gewesen. gh

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