Die rund 70 mitwirkenden Vereine stellen ihre Zelte und Einrichtungen selber, erhalten aber vom OK die Grundinfrastruktur, Strom und Wasser. Da kommen viele Fragen auf den Bauchef zu. Es läuft rund, es wird täglich hektischer.
«Alle wollen einen ebenen Grund», erklärt Reichlin. Ein Blick über den Hauptplatz genügt, um zu verstehen, dass es in Schwyz fast nirgends flach ist und Reichlins Sub-OKs gefordert sind. Der Horämänelclub Schwyz ist gerade daran, für den Foodcorner und die Bar mittels Holzkonstruktion rund um den Dorfbrunnen den Boden zu begradigen.
Martin Reichlin ist von Beruf Bauleiter. Er ist es sich gewohnt, zu koordinieren. Die Frage, wie viele Stunden er fürs Gmeindsfäscht investiert, mag er nicht. «Es sind mehr als 1000 Stunden. OK-Präsident Dominik Blunschy sprach einmal von 2000 bis 3000 Stunden. Ich habe die Stunden nicht aufgeschrieben. Darum geht es nicht.»
Worum geht es? «Wir wollen, dass in Schwyz etwas läuft, da muss man selber etwas dazu beitragen», erklärt Martin Reichlin sein Engagement. Er ist das erste Mal im OK. Grundsätzlich sei man nur einmal dabei. Vor acht Jahren half er auch, damals war er in einem Verein engagiert.
Nicht in Martin Reichlins Aufgabenbereich fällt die grosse Bühne auf dem Hauptplatz. Die wird von einem professionellen Unternehmen aufgestellt. Alles andere aber läuft über ihn. Wird mit dem Beginn des Gmeindsfäscht am Freitagabend seine Arbeit vollendet sein? Reichlin winkt ab.
Es gibt auch während des Festes viel zu tun. Da stehen ihm Vereinsmitglieder des EHC Ibach und des Skiclubs Schwyz zur Seite. Bei den WC-Anlagen soll Ordnung sein, der Güsel muss weggeräumt werden, und auf Unvorhergesehenes gilt es zu reagieren.
Kann der Bauchef das Fest dennoch geniessen? «Ich bin trotzdem unter den Leuten und viel auf dem Festgelände unterwegs», lacht Reichlin. Am meisten freut er sich auf das Miteinander der Vereine. «Wenn die Besucher und die Vereine glücklich sind, dann ist es für mich das Schönste», blickt Reichlin dem grossen Ereignis entgegen.
Feierabend ist aber für Martin Reichlin und sein Team nach den schönen Stunden noch lange nicht. Nach dem Fest steht nochmals Arbeit an. Es geht ums Aufräumen. Am Montag wird abgeräumt, am Dienstag wird das Material den Firmen zurückgegeben, die es zur Verfügung gestellt haben, und es wird geputzt.
«Am Mittwoch machen wir dann fertig.» Das Gmeindsfäscht wird Reichlin noch weiter beschäftigen. Dann geht es um die Buchhaltung, ums Abrechnen, um Büroarbeit, um Zahlen. Aber nicht um seine persönlichen Einsatzstunden.
Silvia Camenzind

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