notifications
Schwyzer Fasnachtsspiel

Ein feuriges Spektakel auf dem Hauptplatz

Scharfsinnig und visuell packend kommt das neuste Fasnachtsspiel der Schwyzer Japanesen daher. Das Video von der Generalprobe.
Die Projektionen im Hintergrund bringen das Publikum von Schauplatz zu Schauplatz.
Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz

Mit «Miini Fasnacht – Dini Fasnacht» schrieb der Gersauer Autor Roger Bürgler das zweite Stück für die Japanesengesellschaft. Er sagt: «Man muss weder Schwyzer noch Fasnächtler sein, um Spass am Fasnachtsspiel zu haben.» Die Regie macht ebenfalls wie letztes Mal Urs Kündig. Am Mittwochabend, einen Tag vor der Premiere, strahlte er glücklich nach der Generalprobe und lobte die 50 Mitwirkenden: «Von jung bis alt haben alle am gleichen Strick gezogen.»

Rund 50 Spielerinnen und Spieler machten auf dem Hauptplatz Schwyz am Fasnachtsspiel mit. Medes Reichmuth ist eine von ihnen.

Medes Reichmuth spielt eine Reporterin, und zwar eine sehr schnelle. Sie arbeitet bei einer Zeitung und schiesst Fotos mit ihrem Handy. Sie spielt ihre Rolle gut, ihre Sprecheinsätze klappen. Wenn sie in den letzten Szenen des einstündigen Spiels im Gewusel auf die Bühne tritt, wirkt sie älter als 14 Jahre. Die junge Reporterin nimmt man ihr ab. «Danke», sagte Medes Reichmuth im Gespräch anlässlich einer Probe letzte Woche auf dem Schwyzer Hauptplatz und lächelt.

«Das Fasnachtsspiel ist eine coole Erfahrung», erzählt sie weiter. Aufs Spiel aufmerksam gemacht wurde sie von ihrem Vater, der auch Theater spielt. Sie hat sich fürs Spiel eingeschrieben und ist nun eine von rund 50 Laienspielerinnen und
-spielern, die zurzeit bei klirrender Kälte auf dem Hauptplatz proben und den Regieanweisungen von Urs Kündig folgen.

Die Freude am Theater packte Medes Reichmuth am letzten Gmeindsfäscht in Schwyz. Damals habe ihre ganze Familie in der Bühne-66-Komödie «Alpen-Hegel» von Thomas Hürlimann gespielt. Dieses kurze Open-Air-Theater hat sie begeistert. Sie wollte weiterhin Theater spielen. Seither ist sie im Jugendtheater Pronto.

«Ich bin nicht so der Fasnachtstyp, aber ich habe früher bei der Rott gerne Süsses geholt», meint Medes Reichmuth auf die Frage, ob sie eine begeisterte Fasnächtlerin sei. Neben dem Theaterspielen ist Schreiben ein weiteres Hobby. Sie habe viele Ideen in diesem Bereich, erzählt sie. Noch nie hat sie vor 600 Personen Theater gespielt.

Bericht und Bilder am Freitag im «Boten»

Mehr aus dieser Gemeinde
Kommentare (0)