notifications
Forum

Die Schwyzer lassen sich nicht knechten

Marcel Dettling, Nationalrat SVP-SZ, portraitiert am 10. Dezember 2019 in Bern. (Foto Parlamentsdienste)
Bild: ALESSANDRO DELLA VALLE (PARLAMENTSDIENSTE)

Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Nun leben wir bereits 733 Jahre in Freiheit. Die fremden Vögte wurden damals vertrieben, und die Selbstbestimmung wird gross geschrieben. Die Knechtschaft wurde erfolgreich besiegt. Zu Recht feiern wir diesen Grosserfolg der alten Eidgenossen jedes Jahr am 1. August und am Jahrestag der Schlacht am Morgarten. In diversen Ansprachen wird immer wieder der Mut der damaligen Eidgenossen gelobt. Und es ist richtig, dass wir diesen Mut hervorheben. Denn heute gibt es nicht mehr viele solcher mutigen Eidgenossen. Man passt sich lieber an, schwimmt lieber mit dem Strom. Bloss nicht wehren, es könnte ja Mehrarbeit bedeuten.

Lob für die Schwyzer Regierung: So kommt mir heute manchmal die Debatte um den neuen Rahmenvertrag mit der EU vor. Dabei ist der Fall für uns Eidgenossen sonnenklar. Man muss nicht viel von unserer Geschichte kennen, um zu wissen, dass wir nicht gemacht sind, um in Knechtschaft zu leben. Denn was will eigentlich dieser Vertrag? Er will die totale Unterjochung unter das EU-Recht. Neu würden die Brüsseler Bürokraten bestimmen, was in der Schweiz gilt. Wir dürften zwar noch pseudomässig darüber abstimmen. Falls wir aber Nein sagen, darf die EU Strafzahlungen von uns verlangen. Das ist der Bundesrat tatsächlich bereit zu unterschreiben. Und es kommt noch besser. Über dieses fremde Recht der EU-Bürokraten würden zuletzt auch noch fremde Richter des Europäischen Gerichtshofes entscheiden. Die totale Unterwerfung. Das kommt mir vor, wie die damaligen Kolonialherrscher in Afrika oder Südamerika vorgingen. Dagegen müssen wir uns wehren. So dürfen wir bestimmt keine Verhandlungen mit der EU aufnehmen. Zum Glück hat dies auch die Schwyzer Regierung so dem Bundesrat mitgeteilt. Als einzige Regierung in der Schweiz hat die Schwyzer Regierung den Durchblick. Das kommt nicht von ungefähr. Denn in Schwyz liegt bekanntlich der Freiheitsbrief der alten Eidgenossen.

Das erfolgreichste Land in Europa ist die Schweiz: Dabei ist es doch ganz einfach. Welches Land ist das erfolgreichste Land in Europa, welches Land hat am wenigsten Schulden in Europa, und welches Land ist noch das sicherste in Europa? Sie haben es erraten. Es ist die Schweiz. Jedem einigermassen normal denkenden Menschen im Land leuchtet doch sofort ein, dass wir uns keinesfalls den schlechteren anpassen sollten. Unsere direkte Demokratie, wo das Volk zuoberst steht, passt halt nicht allen. Auch nicht in der Schweiz. Insgeheim wollen gewisse Kreise immer noch so schnell wie möglich in die EU. Mit der Unterzeichnung des Rahmenvertrages sind wir faktisch in der EU. Deshalb müssen wir uns jetzt mit aller Kraft dagegen wehren. In der Schweiz muss nach wie vor das Volk die politische Macht behalten und nicht die Brüsseler Bürokraten.

Bürokratie ohne Ende: Nur ein Beispiel, was die EU mit der Landwirtschaft plant. Sie wollen bis 2050 Treibhausgas-neutral sein. Der erste grüne Kontinent ist das Ziel. 14 000 Seiten Bürokratie haben sie deshalb erschaffen, um das umzusetzen. Der Hauptteil betrifft die Landwirtschaft. Das ist der wahre Grund, warum in allen europäischen Ländern die Bauern auf die Strasse gehen. Sie haben genug von der Bevormundung. Sie haben genug von der staatlichen Umerziehung. Sie wollen wieder frei sein. Wir sind gut beraten, wenn wir diese Verhandlungen mit der EU über diesen Knechtschaftsvertrag nicht aufnehmen. Sonst wird es auch bei uns Unruhen geben. Denn der Schwyzer wird sich nicht knechten lassen. Die Politiker sollten sich ein wenig mehr mit unserer Geschichte befassen. Denn sie zeigt uns nach wie vor den Weg.

Kommentare (3)