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Küssnacht

«Brandstiftung steht nicht im Vordergrund»

Im Herbst brannte es auf der Alp Ruodisegg. Und gestern schon wieder. Allerdings deutet im Moment nichts auf einen Brandstifter hin.
Das Baugerüst rund um die Brandruine erinnert an die Umbauarbeiten, die gestern gemacht worden sind.
Bild: Geri Holdener, Bote der Urschweiz

Nach dem Brand des Solardachs auf dem Neubau im Oktober hat am Dienstag nebenan die kleine alte Alpwirtschaft Ruodisegg Feuer gefangen. So wie es im Moment danach aussieht, dürfte das ein trauriger Zufall gewesen sein. Der Schwyzer Polizeisprecher Roman Gisler zum Stand der Ermittlungen nach dem gestrigen Brandfall: «Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Brandstiftung steht nicht im Vordergrund.»

Die ersten Brandmeldungen gingen gestern nach 12.30 Uhr ein. Einerseits von Leuten aus dem Dorf, die den aufsteigenden Rauch bemerkt hatten, aber auch von Personen oben auf der Ruodisegg. Aktuell wird das Gebäude umgebaut. Das Feuer brach aus, als die Arbeiter in der Mittagspause waren.

Bei der Korporation Berg und Seeboden wird jetzt eine neue Auslegeordnung gemacht. Wie sieht es aus mit der geplanten Eröffnung im nächsten Sommer? Da gibt es viele Fragezeichen, aber auch Grund zur Hoffnung. Der grosse Neubau, an dem nach dem Feuer im Oktober noch Reparaturen laufen, scheint das Feuer nebenan gut überstanden zu haben. Die Korporation geht davon aus, dass in etwa zwei Wochen mehr Informationen zum weiteren Terminplan vorliegen werden.

Die Küssnachter Feuerwehr rückte am Dienstagmittag vor 12.40 Uhr auf die Alp Ruodisegg bei der Seebodenalp aus. Vom Dorf aus war zu diesem Zeitpunkt Rauch zu erkennen, der aus einem Gebäude hochstieg. Wenige Minuten später war bereits offenes Feuer zu sehen, bevor Nebel die Sicht verdeckte. Ein offensichtlicher Vollbrand. Der Löscheinsatz erstreckte sich bis in die Abendstunden.

Zur Unterstützung bot man auch Angehörige der Arther Feuerwehr auf. Alles in allem waren um die 70 Feuerwehrangehörige auf dem Platz. Die Schwyzer Polizei schreibt: «Die Feuerwehr traf vor Ort auf das im Vollbrand stehende alte Restaurant der Alp Ruodisegg.» Das Gebäude wird im Moment umgebaut. Im Dorf Küssnacht und in der näheren Umgebung hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es kein Zufall gewesen sein soll, dass das Gebäude gebrannt hat, der zweite Brandfall auf der Alp im gleichen Jahr. Indes geben die Ermittlungen, jedenfalls zum aktuellen Zeitpunkt, keine Hinweise darauf, dass eines der Feuer absichtlich gelegt worden sei.

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