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Urschweiz

An Baustellen geht es den Temposündern an den Kragen

Die Polizei macht in den Kantonen Schwyz, Uri und Nidwalden mehr Geschwindigkeitskontrollen auf der Autobahn. Besonders im Bereich von Tagesbaustellen will man die Disziplin der Verkehrsteilnehmer im Auge behalten.
Arbeiten des Amts für Betrieb Nationalstrassen auf einem Autobahnabschnitt.
Bild: PD

«Die Kantonspolizei der Kantone Uri, Schwyz und Nidwalden werden vermehrt die Einhaltung der Geschwindigkeit in den Unterhaltsbaustellen überprüfen», heisst es in einer Mitteilung der Urner Polizei. Daneben machen die Polizeikorps darauf aufmerksam, dass ein genügender Sicherheitsabstand einzuhalten und jegliche Ablenkung zu vermeiden sei: «Nur mit einer aufmerksamen Fahrweise können im verengten Baustellenbereich ein fliessender Verkehr garantiert, Unfälle verhindert sowie die Sicherheit der Unterhaltsmitarbeitenden erhöht werden.»

Aktuell bestehen auf den Autobahnen A4 und A2 mehrere Unterhaltsbaustellen des Amts für Betrieb Nationalstrassen. Die Geschwindigkeiten sind auf Tempo 80 respektive 60 signalisiert. Zudem werden die Fahrstreifen teils seitlich verschwenkt, verengt oder der Verkehr auf einen Fahrstreifen geleitet.

Erst am 20. Juni war es auf einer Baustelle des Strassenunterhalts nach der Autobahneinfahrt in Seewen zu einem tragischen Unglück gekommen. Ein Lieferwagenchauffeur prallte in einen stehenden Arbeitsanhänger. Ein 53-jähriger Strassenarbeiter wurde erfasst und tödlich verletzt, sein 42-jähriger Arbeitskollege schwer verletzt.

Kurz nach der Ankündigung führte die Kantonspolizei Schwyz im Baustellenbereich auf der A4 in Immensee eine Geschwindigkeitskontrolle durch. «Während rund drei Stunden wurden 3295 Fahrzeuge kontrolliert», schreibt die Kapo in einer Mitteilung, «insgesamt waren deren 374 zu schnell unterwegs.» Somit war jeder Neunte Lenker zu rassig unterwegs. Der schnellste Personenwagen passierte die Messstelle mit 120 Stundenkilometern, erlaubt waren jedoch 80 km/h.

Wenige Tage später dann eine Kontrolle der Urner Polizei auf der A2: Die Kantonspolizei Uri führte im Baustellenbereich auf der Autobahn A2 bei Seedorf Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei passierte ein Auto die Messstelle mit 144 km/h anstelle der erlaubten 60 km/h, heisst es in einer Medienmitteilung der Kantonspolizei Uri. Ein weiteres Fahrzeug wurde vom Messgerät mit einer Geschwindigkeit von 127 km/h erfasst.

Gegen beide Raser wurde eine Untersuchung wegen qualifizierter grober Geschwindigkeitsüberschreitung eingeleitet. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft Uri zur Anzeige gebracht. gh

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