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2024

Bild: Yvonne Zgraggen

Die Zeiten sind schwierig. Wie jedes Jahr. Besser also keine neuen Forderungen. Dafür konkrete Lösungsansätze in Bereichen, in denen es brennt und auf die wir tat-sächlich Einfluss nehmen können. Das betrifft bekanntlich nicht die Uno, «Brüssel» oder «Bern», sondern unseren Kanton, unsere Bezirke und unsere Gemeindeebenen. Vier Vorschläge:

Schutz unseres Kulturlandes. In der Schweiz wird es immer enger. Seit Jahrzehnten versiegeln wir einen Quadratmeter Kulturland pro Sekunde. Wohl wissen alle: Grund und Boden sind unersetzlich. Und trotzdem: Eine Besserung ist nicht absehbar. Wohl besteht Skepsis gegenüber der jährlichen Zuwanderung (2023: rund 100 000 netto). Und trotzdem: Gebaut wird für die Zuwanderung – nicht nur Wohnungen, sondern auch eine landfressende Infrastruktur. Wie eigentlich soll Landwirtschaft im Jahre 2050 noch möglich sein? Lösungsansatz für den Kantonsrat: neues Ziel für die Schwyzer Raumplanung. Kein Kulturlandverlust mehr ab 2030. Kein Quadratmeter.

Stopp der Bürokratie. Franz Marty ist 2002 leider aus dem Regierungsrat ausgeschieden. Damaliger Stand der kantonalen Angestellten: rund 800. Stand derzeit: rund 1650. Während wir über Fachkräftemangel diskutieren, legt der Staat laufend zu. Dabei haben wir doch Digitalisierung und Homeoffice. Lösungsansatz für Kantons- und Regierungsrat: Reduktion der staatlichen Zuständigkeiten, Anstellungsstopp, keine neue Zentrale im fernen Kaltbach.

Altersvorsorge. Die Demografie drückt. Immer weniger Junge arbeiten. Immer mehr Ältere werden alt. Unsere Heime werden überrannt. Auf Jahre und Jahrzehnte hinaus wird es schwierig bleiben, einen Platz zu finden. Gleichzeitig wird der bewährte Betrieb im Steinerberger St.-Anna-Heim auf null gestellt. Manchenorts wird Überforderung sichtbar. Lösungsansatz für Bezirke und Gemeinden: Wohnformen mit Generationendurchmischung privilegieren. Höheres Pensionierungsalter vorsehen.

Immobilien-Strategie für die Kirchen. Noch nie in 2000 Jahren waren Kapellen und Kirchen in einem derart perfekten baulichen Zustand. In Schwyz trägt man sich mit der Idee eines neuen Pfarreisaals. Nur: Es sinken die Zahlen der Gläubigen und Nutzer all dieser Infrastrukturen in dramatischem Tempo. Hinzu kommen absehbare Verluste auf der Einnahmenseite (Austritte; Wegfall der Steuerpflicht juristischer Personen). Lösungsansatz für die Kirchgemeinden: ökonomisches Zusammenwirken als gelebte Ökumene (Reformierte, Katholiken, Klöster), zum Beispiel bei der Nutzung der bestehenden Infrastruktur. Und baldmöglichst eine Immobilienstrategie – bevor die üblichen Verdächtigen die meist schön und gut gelegenen Bauten und den Grund und Boden übernehmen.

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