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Schweiz (Nachrichten)

Wallis will junge Wölfe aus dem Rudel im Val d'Hérens schiessen

Die Walliser Behörden wollen das Wolfsrudel im Val d'Hérens erneut regulieren. Sie haben beim Bund ein entsprechendes Gesuch gestellt. Im Gebiet wurden seit April 33 Schafe gerissen.
Die Walliser Behörden wollen im Val d'Hérens junge Wölfe schiessen. (Symbolbild) (Keystone)

Den Wölfen im Val d’Hérens geht es erneut an den Kragen. Die kantonale Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) hat am Freitag beim Bund ein Gesuch für die Regulierung des Rudels gestellt. Wird das Gesuch bewilligt, kann die Wildhut bis Ende März des kommenden Jahres junge Wölfe schiessen. Dabei darf die Zahl der erlegten Tiere die Hälfte der im betreffenden Jahr geborenen Welpen nicht überschreiten.

Begründet wird der Antrag damit, dass im August auf Fotos zwei Welpen sichtbar waren. Dies bestätige die Reproduktion des Rudels, teilte die DJFW mit. Seit Beginn der Sömmerung wurden im Streifgebiet der Wölfe 33 Schafe in einer geschützten Situation gerissen. Damit seien die Voraussetzungen für ein Regulierungsgesuch gemäss Jagdverordnung erfüllt.

Im März das falsche Tier geschossen

Allerdings benötigt es für die Regulierung eines Rudels zuvor die Zustimmung des Bundes. Der Abschuss eines einzelnen Wolfes kann dagegen der Kanton selbst anordnen.

Das Rudel, das in einem Seitental der Rhone im französisch-sprachigen Teil des Wallis umherstreift, wurde bereits im Frühjahr reguliert: Im März schossen die Walliser Berufswildhüter zwei Wölfe. Allerdings haben sie dabei das falsche Tier erwischt. Zwar schossen sie den kleinsten Wolf der Gruppe ab, es handelte sich dabei jedoch um einen bereits älteren Rüden. Beim zweiten Tier handelte es sich um eine Jungwölfin, die zum ersten Mal trächtig war. (abi)