notifications
Aviatik

Vom Swissair-Grounding bis zu Eyjafjallajökull und Greta: Der Flughafen Zürich wird 75 Jahre alt – das hat ihn bewegt

Von Lady Di über die Coronakrise bis zur Air Force One: Der Landesflughafen in Kloten hat vieles schon gesehen. Ein Blick auf die Meilensteine aus einem Dreivierteljahrhundert. Und darüber hinaus.

Los Angeles, São Paulo oder Tokio? Die Reisefreiheit über den Wolken scheint beim Blick auf die Abflugtafel heute beinahe grenzenlos. Nicht grundlos nennt sich der Flughafen Zürich auch das Tor zur Welt. Über 31 Millionen Passagiere zählte der grösste Schweizer Landesflughafen im Jahr vor der Coronapandemie. In Zukunft dürfte dieser Wert übertrumpft werden. Denn die Reiselust ist zurück. Klimadebatte hin oder her.

Vor 75 Jahren dürfte sich kaum jemand vorgestellt haben dürfen, wie viele Flugzeuge dereinst in Zürich-Kloten starten und landen würden, welche weit entfernten Ziele mit welch riesigen Maschinen angeflogen würden. Aber auch: Mit welchen Imageproblemen die Luftfahrt dereinst zu kämpfen haben würde.

Denn in einem Dreiviertel-Jahrhundert hat sich viel getan. Die Swissair entwickelte sich zum Stolz der Nation – und zu ihrem Trauma nach ihrem Grounding. Ein isländischer Vulkan liess während Tagen Airlines am Boden zurück. Und Abstürze sorgten für immense Trauer. Ein Rückblick auf einschneidende Ereignisse aus 75 Jahren in acht Kapiteln:

Vom Sumpf zum «Tor zur Welt»

Es herrscht Aufbruchstimmung. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Pioniergeist liegt in der Luft. Die zivile Aviatik setzt zum grossen Wachstum an. 1946 sagt das Zürcher Stimmvolk klar Ja zum Kredit über 37 Millionen Franken für den Bau eines Interkontinentalflughafens. Bis zu 1200 Bauleute sind im Einsatz. Dank ihnen dauert es gerade mal zwei Jahre bis zur Konstruktion des Flughafens auf dem ehemaligen Artillerie-Waffenplatz im sumpfigen Ödland zwischen Rümlang und Kloten.

Der Blick auf die Baustelle in Kloten 1947: Wenig deutet darauf hin, dass hier dereinst über 30 Millionen Passagiere pro Jahr verkehren werden. 
Bild: Bild: Matter/PHOTOPRESS-ARCHIV

Am 14. Juni 1948 ist es so weit: Eine Douglas DC-4 der Swissair hebt erstmals von der neuen Piste ab in Richtung London. Der regelmässige Betrieb wird damit aufgenommen. Ein provisorisches Barackendorf dient zur Passagierabfertigung.

Im Frühling 1953 wird dann der Betrieb von den Baracken in das neue Passagierterminal überführt. An das anschliessende Volksfest im Sommer zur Eröffnung pilgern 150’000 Menschen.

Ein Bild aus dem Jahr 1949: Zu Beginn mussten einfache Baracken als Terminals dienen. 
Bild: Bild: Str/KEY

12 Jahre vergehen, in denen die Passagierzahlen stetig steigen. Der Meilenstein in Sachen Verkehrsanbindung erfolgt aber erst 1965 mit der Erschliessung des Flughafens durch die Nationalstrasse N1b. Zuvor gab es nur eine Landstrasse von den Gemeinden Kloten und Opfikon zum Flughafen.

Im selben Jahr werden auch die ersten Lärmmessanlagen installiert. Das Thema wird die Flughafenbetreiber von da an ständig begleiten und zum grossen Politikum in den angrenzenden Regionen werden. Denn mit den steigenden Passagierzahlen und dem Aufkommen der Jet-Flugzeuge steigt auch die Beschallung der Bevölkerung.

Bau der Nationalstrasse N1b 1965, die den Flughafen für viele Leute einfacher erreichbar macht. 
Bild: Bild: Comet Photo Ag (zürich)/ETH

Und die Maschinen werden immer grösser: Am 9. Februar 1970 landet der Riesenvogel Boeing 747 – der Jumbo-Jet – erstmals in Zürich. Zwei Jahre später tritt die Nachtflugsperre für Landungen von Mitternacht bis 5 Uhr morgens in Kraft, für Starts dauert sie bis 6 Uhr.

In den 70er-Jahren wird die Infrastruktur kräftig ausgebaut. Es entstehen ein neunstöckiges Parkhaus, ein neues Frachtgebäude, Bürotürme, ein Center für die Privat- und Geschäftsfliegerei und ein Werkhof. Und: 1975 öffnet das Terminal B seine Tore nur wenige Monate bevor Anfang 1976 die dritte Piste am Flughafen Zürich fertiggestellt wird. Es handelt sich um die Start- und Landepiste 14/32 mit einer Länge von 3300 Metern. Damit wird ein System etabliert mit drei sich kreuzenden Pisten, wie man es heute aufgrund der daraus resultierenden Komplexität nie mehr bauen würde.

Premiere in Kloten: 1980 wird der unterirdische Flughafen-Bahnhof eröffnet – eine Einzigartigkeit in Europa zu dieser Zeit. 
Bild: Bild: key

Eine europäische Premiere erfolgt 1980 mit der Inbetriebnahme des SBB-Bahnhofs im Untergrund des Flughafens. Damit wird dieser nun von sämtlichen Schnellzügen aus der West-Ost-Transversale Genf–St. Gallen bedient.

Der stete Ausbau geht in den 80er-Jahren weiter, mit dem Höhepunkt 1985, der Einweihung des Terminals A mit seinem neuen, 450 Meter langen Fingerdock und integriertem Kontrollturm für die Fluglotsen. An ihren Blicken vorbei heben in den darauffolgenden Jahren Maschinen ab wie die A319, A320 und A321 von Airbus, die Boeing 737, die Fokker 100 und die McDonnell Douglas MD-11.

1998 feiert der Landesflughafen sein 50-jähriges Bestehen mit einem Vergnügungspark, einer Flugzeugausstellung auf der gesperrten Piste 16 und der Concorde als Publikumsmagnet.

1999 fällt der Entscheid an der Urne: Der Flughafen Zürich soll nicht nur das «Tor zur Welt» sein – sondern auch eine Geldmaschine: Die Zürcher Stimmbevölkerung sagt mit 61,2 Prozent Ja zur Privatisierung des Flughafens. Damit wird er aus der kantonalen Verwaltung ausgegliedert und künftig als gemischtwirtschaftliche Flughafengesellschaft geführt, an der Stadt und Kanton eine Minderheitsbeteiligung halten.

Ein Jahr später erlässt der Bundesrat erstmalig den sogenannten Sachplan Infrastruktur Luftfahrt. Damit bekräftigt die Regierung die Rolle des Flughafens Zürich als internationale Verkehrsdrehscheibe der Schweiz und setzt einen langfristigen Entwicklungsrahmen fest.

Die 2000er-Jahre stehen für bauliche Meilensteine. 2003 wird nach neun Jahren Bauzeit das neue Dock E mit 27 Standplätzen zwischen den drei Pisten und eine U-Bahn, die «Skymetro», eröffnet. Zum Projekt gehört auch das verbindende Airside Center zwischen den Terminals A und B. 2004 folgt die Eröffnung des Busbahnhofs, der nicht nur von einem Grossteil der Angestellten am Flughafen benutzt wird, sondern auch von vielen Passagieren aus der Region. Vier Jahre später hält neu auch die Glattalbahn am Airport. Und: Der missglückte Firmenname Unique, den sich der Flughafen zu Beginn des Jahrzehnts gab, verschwindet wieder.

2003 geht die Skymetro in Betrieb für die Fahrt zum Midfield-Terminal und zurück zum Flughafen. Sie ist die meistfrequentierte Seilbahn der Schweiz. Die Passagiere werden mit touristischen Schweiz-Bildern, Jodelmusik, Kuhgeräuschen und einem Gruss von «Heidi» willkommen geheissen.  
Bild: Bild: Severin Bigler/LTA

In den 2010er-Jahren stehen weitere Feierlichkeiten an: 2011 empfängt der damalige Flughafendirektor Thomas Kern die ersten Passagiere im renovierten Dock B, mit der flexiblen Abfertigung von Schengen- und Non-Schengen-Flügen. Auch die neue Zuschauerterrasse – inklusive Spielplatz – wird eröffnet. Im selben Jahr wird zudem das neue Sicherheitskontrollgebäude mit 26 Kontrolllinien auf vier Etagen in Betrieb genommen.

2014 gibt es für die Flugzeug eine Schallschutzhalle für die Durchführung von Triebwerktests. Sie ist auch eine Antwort auf die Lärm-Debatte. Später verabschiedet der Flughafen zu den bisherigen 240 Millionen Franken weitere 100 Millionen für den Lärm- und Anwohnendenschutz. In den betroffenen Gemeinden werden 1100 Fensterantriebe und 900 Schalldämmlüfter in den Schlafräumen eingebaut.

Der Beginn des aktuellen Jahrzehnts ist von der Coronapandemie geprägt. Inmitten dieser historischen Krise – der grössten in der Geschichte der Aviatik – wird im Herbst 2020 der 1 Milliarde Franken teure Kommerz-Komplex «Circle» eröffnet, gleich vis-à-vis des Flughafens. Er beherbergt Hotels, ein Spital, Büros, ein Kongresszentrum, aber auch Restaurants und Shops. Der langjährige Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid will mit dem Prestige-Bau unabhängiger von der Luftfahrt werden. Doch insbesondere beim kommerziellen Angebot im Erdgeschoss harzt es beim Start – bis heute.

Blick auf den Milliarden-Komplex Circle vis-à-vis des Flughafens.
Bild: Bild: Alexandra Wey/KEY

Diese Flugzeuge bleiben in Erinnerung

Von Propeller-Maschinen zum Start bis zu den grössten Jets der Neuzeit: Der Flughafen Zürich hat viele Flugzeugtypen gesehen. Einige davon bleiben besonders in Erinnerung.

Promis am Flughafen

Ob zum Skiurlaub in den Schweizer Bergen, bei der Anreise zu einem Konzert oder einfach beim Zwischenhalt: Der Flughafen Zürich wird immer wieder von prominenten Gästen beehrt.

Entwicklung des Flugverkehrs

Der Flughafen Zürich legt von Anfang an ein enormes Wachstum an den Tag. Während 1950 – zwei Jahre nach der Eröffnung – rund 157’000 Passagiere starten oder landen, sind es zehn Jahre später schon deutlich über 1 Million. Bis zur Jahrtausendwende scheint es, dass das Wachstum unaufhörlich weitergeht. 2000 zählt man in Kloten fast 300’000 Flugbewegungen und fast 23 Millionen Passagiere.

Doch mit dem neuen Jahrtausend kommen Probleme auf den Flughafen Zürich zu. Die Verantwortlichen können wenig bis nichts dafür, getroffen werden sie dennoch hart. Zuerst legen die Anschläge vom 11. September 2001 den Flugverkehr in den USA lahm und sorgen in der Folge weltweit für Zurückhaltung beim Reisen. Und schliesslich, auch beeinflusst von den Ereignissen in Übersee, stellt die Swissair am 2. Oktober 2001 den Flugbetrieb ein.

Am Flughafen Zürich bricht der Verkehr derart massiv ein, dass er erst etwa zehn Jahre später wieder das Niveau des Jahres 2000 erreicht. Nach diesem Aufholjahrzehnt macht sich der Flughafen Zürich auf, sämtliche Rekorde zu brechen. Von Jahr zu Jahr steigen die Passagierzahlen, bis 2019 mit über 31,5 Millionen Passagieren der vorläufige Höhepunkt erreicht wird.

Doch nun sieht sich die Luftverkehrsdrehscheibe erneut mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Im Februar 2020 wird der erste Coronafall in der Schweiz bekannt, in der Folge geht es schnell: Ausnahmezustand, Lockdown, das Leben wird eingefroren. Statt über 100’000 Passagiern am Tag, wie zum ersten Mal im Sommer 2016 und danach öfter in den Sommermonaten, reist fast niemand mehr. Am 22. April 2020 sind es gerade einmal 262 Passagiere – ein Negativrekord. Kloten wird zum Geisterflughafen.

Die Erholung nach Corona erfolgt indes schneller als jene nach dem Katastrophenherbst 2001 . Das erste Halbjahr 2023 ist bereits wieder das viertbeste der Geschichte. Nur die Jahre 2017 bis 2019 waren noch leicht besser.

Die Ausland-Abenteuer

Inzwischen wirtschaftet der Flughafen Zürich nicht nur in Kloten, sondern auch im Ausland . Mitte der 2000er-Jahre begann die Expansion mit einem Konzessionsvertrag für den Flughafen Bangalore in Indien. Die Zürcher waren für den Bau und den Betrieb verantwortlich. Rund zehn Jahre später konnte die Beteiligung mit einem Gewinn von 150 Millionen Franken verkauft werden.

Auch in Kolumbien, Chile und Brasilien ist der Flughafen Zürich heute tätig. Und regelmässig nimmt er an internationalen Ausschreibungen bei Privatisierungen teil. So auch erneut in Indien: Im Rahmen einer 40-jährigen Konzession erhielten die Zürcher 2019 den Auftrag für den Bau sowie den Betrieb des neuen Noida International Airport, südlich von Delhi. Die mit der ersten Ausbauphase verbundenen Investitionen betragen rund 650 Millionen Franken für die Bauzeit von ungefähr vier Jahren. Nach Inbetriebnahme der ersten Bauphase wird der neue Flughafen über eine Kapazität von jährlich 12 Millionen Passagieren verfügen.

Der Flughafen Zürich hofft erneut auf einen Geldsegen in Indien: Nach Abschluss der ersten Bauphase soll der Noida International Airport bei seiner Inbetriebnahme Ende 2024 über eine Kapazität von rund 12 Millionen Passagieren pro Jahr verfügen.
Bild: Bild: zvg

Politisch sind diese Ausland-Abenteuer – trotz des Erfolgs in Bangalore – nicht unumstritten, schliesslich geht es auch um öffentliche Gelder, da der Kanton mit rund einem Drittel am Flughafen beteiligt ist. Diese Engagements sind mit politischen Risiken verbunden. In den betroffenen Märkten ist die Korruption ein grösseres Problem als in der Schweiz.

Ex-Flughafen-Chef Thomas Kern hatte mit der Investition in Kolumbien Pech. 
Bild: Bild: Chris Iseli/Az/THE

Tatsächlich gab es auch Flops: 2006 enteignete Venezuelas inzwischen verstorbener Präsident Hugo Chavez die Zürcher. Auch ein Brief des damaligen Flughafen-Chefs Thomas Kern an Chavez brachte keine Einigung. Langwierige Gerichtsverhandlungen waren die Folge. Und im brasilianischen Belo Horizonte musste der Flughafen den Staat verklagen, weil dieser eine 40-Millionen-Rechnung nicht bezahlte.

Katastrophen und Zwischenfälle

Der Flugverkehr ist grundsätzlich sicher, heute noch mehr als früher. Trotzdem kam es in der 75-jährigen Geschichte des Flughafens zu tragischen Ereignissen.

Wirtschaftsmotor oder Klimasünder?

Spätestens seit der von Greta Thunberg mitentfachten Klimabewegung und deren Protesten steht die boomende Aviatik mit ihrer Umweltbelastung im Fokus der Kritik. Die Luftfahrt hat kommuniziert, dass die Branche bis 2050 CO 2 -neutral sein möchte. Auch der Flughafen Zürich hat sich konkrete Ziele zur Reduktion seiner Emissionen gesetzt.

Doch erst kürzlich kam eine Studie der ETH Zürich und des Paul Scherrer Instituts zum Schluss, dass mit den angedachten Massnahmen – insbesondere mit dem Einsatz von «grünem Kerosin» – die Ziele nicht erreicht werden dürften. Auch, weil die sogenannten Nicht-CO 2 -Effekte bisher nicht genügend berücksichtigt werden. Sprich: Nur mit einer Reduktion der Flugzahlen ist die Zielerreichung laut der Studie möglich ( mehr dazu hier ).

Der Flughafen Zürich wird denn auch nicht müde, seine volkswirtschaftliche Bedeutung zu betonen. Er generiere eine ähnlich hohe Wertschöpfung wie eine Schweizer Stadt mittlerer Grösse, heisst es auf seiner Website. Diese 7 Milliarden Franken entsprächen 4,4 Prozent des BIP des Kantons Zürich. Von ihm würden rund 300 Unternehmen mit 30’000 Angestellten abhängen.

Kommt hinzu, dass 22 Prozent aller ausländischen Übernachtungsgäste über den Flughafen Zürich in die Schweiz einreisen. Über 190 Destinationen sind direkt mit Zürich verbunden, also ohne Umsteigeflug.

Die Bedeutung der Luftfahrt und -fracht wurde nicht zuletzt während der Coronapandemie ersichtlich, als Schweizer Touristinnen und Touristen sowie Expats aus dem Ausland heimgeflogen wurden oder als Deutschland den Import von Atemschutzmasken stoppte. Die Swiss flog in dieser Zeit medizinische Produkte ein, auf die die Schweizer Spitäler angewiesen waren . Pro Tag werden 1200 Tonnen Fracht in Zürich abgewickelt.

Der Blick in die Zukunft

Holz als prägendes Baumaterial: So soll der Neubau des Dock A aussehen. Photovoltaikanlagen sollen rund zwei Drittel des jährlichen Strombedarfs des Docks abdecken. 
Bild: Bild: zvg

Und wie sieht die Zukunft des Flughafens aus? Bereits klar ist, dass das Dock A inklusive Tower per 2030 erneuert wird . Die nachhaltige Bauweise soll dabei im Zentrum stehen. Die gesamte Dachfläche wird für Photovoltaik genutzt und wird rund zwei Drittel des Strombedarfs des Gebäudes abdecken, Holz soll das prägende Baumaterial sein. Kostenpunkt: rund 700 Millionen Franken.

Ebenfalls klar ist, dass ein Grossteil des Shoppingbereichs grundlegend erneuert werden soll. Dazu gehören zusätzliche Verkaufsflächen, mit denen der Flughafen zum grössten Shoppingcenter des Landes avanciert, sowie eine Foodhall.

Das Gastronomie-Angebot soll ausgeweitet werden mit einer Foodhall.
Bild: Bild: Flughafen Zürich/Aargauer Zeitung

Unklar ist hingegen, ob die geplanten Pistenverlängerungen kommen. Damit sollen die Sicherheitsmarge erhöht und ein robustes Betriebskonzept ermöglicht werden – so die Argumentation des Flughafens. Gegner hingegen warnen vor einer getarnten Kapazitätserhöhung. Erst kürzlich sprach sich der Zürcher Kantonsrat knapp für die bauliche Anpassung aus. Am Schluss dürfte aber das Volk das letzte Wort haben.

Der Artikel stützt sich zu einem grossen Teil auf die Chronik der Flughafen Zürich AG, nachzulesen hier .

Grosses Fest von Freitag bis Sonntag

Vom 1. bis 3. September feiert der Flughafen Zürich sein 75-Jahre-Jubiläum mit einem grossen Fest. Auf zwei Eventflächen wird es eine Aviatik-Ausstellung geben, Liveshows rund um den Flugbetrieb, Konzerte, Flugshows der Patrouille Suisse mit Helvetic Airways, Tanzvorführungen, ein Kinderprogramm und Gastronomie-Angebote. Die Eventflächen sind barrierefrei zugänglich und der Eintritt ist kostenlos. Am Freitagabend findet um 18.15 Uhr der offizielle Festakt mit Bundespräsident Alain Berset, der Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh, Verwaltungsratspräsident der Flughafen Zürich AG Josef Felder sowie Moderator und Komiker Fabian Unteregger statt. Das Fest läuft am Freitag (12 bis 21 Uhr), Samstag (10 bis 21 Uhr) und Sonntag (10 bis 18 Uhr). Weitere Informationen unter www.flughafenfest.ch. (bwe)