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Russland

USA sagen Ukraine weitere Militärhilfen zu

Die US-Regierung hat der Ukraine weitere Militärhilfen zur Verteidigung im Krieg gegen den Angreifer Russland zugesagt.
Demonstranten protestieren gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, während sie den 31. Unabhängigkeitstag der Ukraine vor dem Weißen Haus in Washington feiern. Foto: Jose Luis Magana/FR159526 AP/dpa
Bild: Keystone/FR159526 AP/Jose Luis Magana

Das US-Aussenministerium kündigte am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington Unterstützung für Kiew im Umfang von 600 Millionen US-Dollar (rund 600 Millionen Euro) an. Die USA stellen der Ukraine demnach zusätzliche Waffen, Munition und Ausrüstung aus Beständen des US-Verteidigungsministeriums zur Verfügung. Damit erhöht sich die militärische Unterstützung der USA für die Ukraine seit Beginn von Bidens Amtszeit dem Ministerium zufolge auf einen Gegenwert von insgesamt 15,8 Milliarden Dollar.

Der Grossteil der Hilfen wurde seit Kriegsbeginn am 24. Februar gewährt. In den vergangenen Monaten brachten die Amerikaner im grossen Stil und in rasanter Abfolge diverse Hilfspakete für die Ukraine auf den Weg. Ihr Fokus lag dabei zunächst darauf, so schnell wie möglich Waffen und Munition an die Front in der Ukraine zu liefern - oft auch aus Beständen des US-Militärs. Zuletzt nahmen die USA zudem eine längerfristige Stärkung des ukrainischen Militärs in den Blick.

Ende August, auf den Tag genau sechs Monate nach Kriegsbeginn, hatte Biden das bisher grösste Einzelpaket im Umfang von knapp drei Milliarden Dollar verkündet. Anfang September kündigte US-Aussenminister Antony Blinken dann während eines Überraschungsbesuchs in Kiew ein weiteres Hilfspaket im Umfang von 2,2 Milliarden Dollar an, mit dem die Ukraine sowie 18 Staaten in Ost- und Südeuropa ebenfalls langfristig militärisch gestärkt werden sollen.

Die USA haben insgesamt gewaltige Summen zur Unterstützung der Ukraine locker gemacht. Im Mai billigte der US-Kongress dafür Mittel im Umfang von fast 40 Milliarden Dollar. Etwa die Hälfte der Gesamtsumme entfiel dabei auf den Verteidigungsbereich. Weitere Milliardenbeträge wurden eingeplant, um unter anderem US-Lagerbestände wieder mit militärischer Ausrüstung aufzufüllen, die an die Ukraine geschickt wurde. Wieder andere Mittel wurden unter anderem für humanitäre Hilfe zugunsten von Flüchtlingen aus der Ukraine veranschlagt. (sda/dpa)