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Armenien

USA fordern Diplomatie

Nach dem Angriff Aserbaidschans auf das Nachbarland Armenien hat US-Aussenminister Antony Blinken Vertreter der Konfliktparteien zusammengebracht.
Antony Blinken (M), Außenminister der USA, trifft sich in New York mit einer armenischen Delegation, darunter Außenminister Ararat Mirsojan (l) und einer aserbaidschanischen Delegation, darunter Außenminister Jeyhun Bayramov. Foto: Craig Ruttle/AP pool/dpa
Bild: Keystone/AP pool/Craig Ruttle

"Wie ich bei dem Treffen übermittelt habe, ist es Zeit, dass sich die Truppen zurückziehen und die Diplomaten an den Verhandlungstisch zurückkehren", schrieb Blinken auf Twitter am Montagabend (Ortszeit). Er sei Gastgeber direkter Gespräche zwischen Armeniens Aussenminister Ararat Mirosjan und dem aserbaidschanischen Amtskollegen Jejhun Bajramow gewesen, hiess es weiter.

Fotos zeigten ihn händeschüttelnd mit beiden in einem Verhandlungssaal in New York. Blinken war am Montag bei der 77. Generaldebatte der UN-Vollversammlung mit Politikern zu verschiedenen Themen zusammengekommen. Am Dienstag richtet er zudem einen Gipfel zu Nahrungsmittelsicherheit aus.

Die Südkaukasusrepublik Aserbaidschan hatte Armenien in der Nacht zum vergangenen Dienstag angegriffen. Aserbaidschan wirft Armenien vor, zuvor provoziert zu haben, was das militärisch schwache Nachbarland zurückweist. Nach schweren Kämpfen gilt aktuell eine Waffenruhe. Die Ex-Sowjetrepubliken bekriegen einander seit Jahrzehnten wegen des Gebiets Berg-Karabach. Beobachter gehen davon aus, dass Aserbaidschans autoritäre Führung ausnutzte, dass Armeniens Schutzmacht Russland mit dem Krieg gegen die Ukraine beschäftigt ist. (sda/dpa)