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Schweizer Strassen

Unfallstatistik zeigt: Deutlich mehr Tote und Schwerverletzte im ersten Halbjahr

Durchschnittlich verunfallten im ersten Halbjahr neun Personen pro Tag schwer auf Schweizer Strassen. Auch die Zahl der Todesfälle steigt seit Anfang Jahr markant an, erst recht bei E-Bike-Fahrenden.

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres haben insgesamt 116 Menschen ihr Leben auf Schweizer Strassen verloren. Das zeigt die Halbjahresstatistik zu den Strassenverkehrsunfällen des Bundesamts für Strassen (Astra), die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das sind deutlich mehr als noch in der Vorjahresperiode. Damals starben 87 Personen. Nur leicht angestiegen ist die Zahl der Schwerverletzten: Hier registrierten die Statistiker 1746 Fälle – im Vorjahr waren es noch 1709 Schwerverletzte.

Den markantesten Anstieg bei den Getöteten meldet das Astra bei den E-Bike-Fahrenden. Von Januar bis Julia starben 15 Personen, 2021 waren es noch 9 Personen. Aber auch bei den Insassen von Personenwagen (37 Tote, 2021: 27), Motorradfahrenden (23 Tote, 2021: 19), Fussgängerinnen und Fussgänger (17 Tote, 2021: 15), Velofahrenden (9 Tote, 2021: 8) und E-Trottinett-Fahrerinnen und -Fahrer (1 tote Person, 2021: 0) wurden mehr Todesfälle registriert.

«Ob und wie sich das durch die Coronapandemie geänderte Verkehrsverhalten auf das Unfallgeschehen ausgewirkt hat», könne derzeit noch nicht beurteilt werden, schreibt das Astra. Dies sei erst möglich, wenn die definitiven Unfallzahlen für das ganze 2022 vorliegen. Das wird im Frühjahr 2023 der Fall sein. (mg)