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Ukraine hofft auf monatliche Finanzhilfen

Die Ukraine hofft, dass Deutschland zur Finanzierung ihres Staatshaushalts in Kriegszeiten 500 Millionen Dollar pro Monat überweist. "Es geht um einen verlässlichen Zeitplan - zumindest für das nächste halbe Jahr."
Bild: KEYSTONE/AP/Evgeniy Maloletka

Das sagte der Wirtschaftsberater von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Alexander Rodnyansky, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). "Wir brauchen jeden Monat vier bis fünf Milliarden Dollar für unseren Haushalt. Wir glauben, dass Deutschland etwa 500 Millionen Dollar pro Monat übernehmen könnte, vor allem mit Blick auf das Jahr 2023." Die Ukraine hoffe, dass die EU sich mit rund zwei Milliarden Dollar pro Monat beteilige.

Bei den jüngsten russischen Drohnen- und Raketenangriffen wurden Rodnyansky zufolge 30 Prozent der Kraftwerke und 40 Prozent der Energie-Infrastruktur zerstört. Zuvor habe die Ukraine Strom exportiert und wichtige Einnahmen erzielt. Das habe die Währung gestützt und die Zentralbankreserven stabilisiert. "Leider haben sie (die Russen) ihr Ziel, die ukrainischen Stromexporte abzuwürgen, erreicht", so der Berater. Die Angriffe seien auch ein gezielter Schlag gegen die Energiesicherheit der EU.

Zur Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine, die an diesem Dienstag beginnt, sagte Rodnyansky: "Wir erhoffen uns eine bessere Koordinierung mit den westlichen Partnern, damit wir uns auf einen Plan einigen können" Es gehe aber auch um die konkrete Strategie für den Wiederaufbau. "Wir müssen klären, welche Industrien wir fördern sollten", sagte der Berater. (sda/dpa)