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Partnerschaften

Richtung stimmt bei WWF-Partner-Projekten

Der World Wildlife Fund (WWF) sieht Fortschritte bei den Partnerschaften zwischen Schweizer Unternehmen und der Umweltorganisation. Die Richtung stimme. Es brauche aber noch mehr Engagement der Partner und der Wirtschaft, teilte der WWF Schweiz am Dienstag mit.
Der WWF Schweiz strebt Partnerschaften mit Unternehmen an, um Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen. Im Bild eine Photovoltaik-Anlage, die Strom für den Eigenverbrauch von Lidl Schweiz erzeugt. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE/OBS/LIDL SCHWEIZ

Der WWF arbeitet mit ausgewählten Unternehmen zusammen, um Wertschöpfungsketten nachhaltiger zu gestalten, den ökologischen Fussabdruck zu verringern und die Umweltarbeit zu finanzieren. Das geht aus dem jüngsten Partnerschaftsbericht des WWF Schweiz hervor.

Unternehmen spielten eine zentrale Rolle dabei, der Zwillingskrise von Klima-Erwärmung und Biodiversitätsverlust entgegenzuwirken. Die Wirtschaft sei zentraler Treiber des globalen Ressourcenverbrauchs, habe aber auch eine grosse Hebelwirkung für umweltfreundliche Lösungen, so Thomas Wellacott, Geschäftsleiter von WWF Schweiz.

Als kritisch-konstruktiver Partner helfe die Umweltorganisation, zusammen mit den Firmen ambitionierte Ziele zu definieren und umzusetzen. Jährlich überprüft der WWF die Zielvereinbarungen und deren Erreichung. Solche Partnerschaften unterhält der WWF vor allem mit Firmen, die im Detailhandel tätig sind.

Mit der Migros arbeitet der WWF Schweiz seit über 20 Jahren zusammen. Ein wichtiger Etappensieg im Umwelt-Management sei im Jahr 2021 erreicht worden. Gegenüber 2019 habe der Grossverteiler die eigenen Treibhausgas-Emissionen um 59 Prozent gesenkt. Bis spätestens 2050 soll hier Netto-Null erzielt werden.

Coop nehme beim Thema "Palmöl" eine internationale Vorreiterrolle ein. Diese Spitzenposition sei nur möglich, weil Coop seit Jahren konsequent auf nachhaltiges Palmöl setze. Eine Partnerschaft besteht ferner mit Lidl Schweiz. Als erster Schweizer Detailhändler hat die Firma ein Flugverbot für Transporte von Frischprodukten eingeführt.

Die Partnerschaft mit IWB setzt sich für den Ausbau der Photovoltaik ein. So ist das Unternehmen massgeblich am Bau von AlpineSolar, dem grössten alpinen Solarkraftwerk der Schweiz beteiligt. Die kürzlich fertiggestellte Anlage liefert Winterstrom und leistet damit einen wichtigen Beitrag in der Energiekrise und zur Energiewende.

Weitere Partnerschaften unterhält der WWF mit Emmi, dem Hersteller von Milchprodukten aller Art, mit dem Detailhandelskonzern Denner, mit der Gastronomie-Gruppe SV Schweiz, mit Cornercard sowie mit der Krankenkasse Swica. Im Fall der Swica setzen sich beide Partner gemeinsam für die Gesundheit von Mensch und Umwelt ein. (sda)