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USA

Prozess gegen Trump-Unternehmen beginnt

Die lange von Ex-US-Präsident Donald Trump geführte gleichnamige Unternehmensgruppe steht im Mittelpunkt eines an diesem Montag beginnenden Strafprozesses im US-Bundesstaat New York.
Bild: Keystone/AP/Yuki Iwamura

Die Bezirksstaatsanwaltschaft von Manhattan hatte im Sommer 2021 Anklage gegen die Trump Organization und deren langjährigen Finanzchef Allen Weisselberg unter anderem wegen Steuerbetrugs erhoben. Trump selbst ist nicht angeklagt und wird Medienberichten zufolge voraussichtlich auch nicht aussagen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll das Unternehmen unter Weisselbergs Aufsicht von 2005 bis 2021 systematisch den Fiskus hintergangen haben. Damit sollten nicht versteuerte Vergünstigungen wie Luxusautos und teure Wohnungen für Weisselberg und andere Führungskräfte verborgen werden.

Der Prozess soll zunächst mit der Auswahl der Geschworenen am New Yorker Supreme Court in Manhattan beginnen, wie die "New York Times" berichtete. Demnach drohen der Trump Organization sowie einem weiteren mitangeklagten Unternehmen der Gruppe eine Geldstrafe von bis zu 1,7 Millionen Dollar.

Weisselberg war im Juni 2021 unter anderem von seiner Position als Finanzchef der Trump Organization zurückgetreten. Wenige Wochen später bekannte er sich zu insgesamt 15 Anklagepunkten schuldig - darunter der Verschwörung, des Steuerbetrugs, des schweren Diebstahls und der Fälschung von Geschäftsunterlagen. Damit entging der heute 75-Jährige einer möglichen Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. Er musste stattdessen insgesamt knapp zwei Millionen US-Dollar an fälligen Steuern und Strafe zahlen und erhielt fünf Monate Haft sowie fünf weitere Jahre auf Bewährung. Dafür sagte er zu, im Prozess gegen das Unternehmen auszusagen, allerdings nicht gegen Trump selbst.

Zu seinem Amtsantritt als US-Präsident im Januar 2017 hatte Donald Trump seinen Rückzug von der Spitze seiner Unternehmensgruppe angekündigt, die aus vielen kleineren Firmen besteht. Diese hatte er an Weisselberg sowie seine Söhne Don Jr. und Eric Trump übergeben. (sda/dpa)