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Peru

Politischer Tumult in Peru

Nach der Amtsenthebung des Präsidenten in Peru ist bei Protesten ein Flughafen lahmgelegt und teilweise in Brand gesetzt worden. Ein Mensch kam nach Angaben der Polizei ums Leben.
Bild: Keystone/dpa/Lucas Aguayo Araos

Nach einer Mitteilung der Flughafen- und Luftfahrtgesellschaft Corpac, aus der peruanische Medien zitierten, wurden auf dem Airport der Stadt Andahuaylas am Sonntag 50 Einsatzkräfte der Polizei und Corpac-Mitarbeiter als Geiseln festgehalten. Nach Medienberichten forderten die Randalierer unter anderem den Rücktritt der neuen Staatspräsidentin Dina Boluarte sowie Neuwahlen.

Wie der Betreiber berichtete, wurden auf dem Flughafen das Treibstofflager und der Kommunikationsraum angezündet. Auch die Landebahn sowie wichtige Ausrüstung seien von Gewalt und Vandalismus schwer betroffen, hiess es. Der Flughafen der südlichen Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern wurde geschlossen - laut Polizei wurde er von einer Eliteeinheit abgesichert. Am zweiten Tag in Folge kam es in der Gegend zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Nach Medienberichten blockierten Demonstranten in anderen Teilen des südamerikanischen Landes Fernstrassen. In mehreren Städten, darunter die Hauptstadt Lima, gab es Demonstrationen. Bei einer Sitzung des Kongresses am Sonntag kam es zu Handgreiflichkeiten. Ein Abgeordneter der linken ehemaligen Partei des Ex-Präsidenten Pedro Castillo, Perú Libre, schlug einem Kollegen ins Gesicht, wie auf Videos zu sehen war.

Die bisherige Vizepräsidentin Boluarte hatte am Mittwoch Castillo als Staats- und Regierungschefin abgelöst. Dieser hatte kurz vor einem Misstrauensvotum gegen sich die Auflösung des Kongresses angekündigt. Das Parlament enthob ihn daraufhin des Amtes, am Donnerstag kam der linke frühere Dorfschullehrer wegen des Vorwurfs der Rebellion in Untersuchungshaft. Am Samstag vereidigte Boluarte, Perus erste Präsidentin, ihr Kabinett und liess die Minister dabei schwören, nicht korrupt zu sein. (sda/dpa)

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