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Umfrage

Patienten in Kinder- und Jugendpsychiatrie geben Kliniken gute Noten

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie war wegen Corona stark ausgelastet. Nun zeigt eine national durchgeführte Umfrage, dass sich die jungen Patienten und deren Eltern in den Kliniken gut betreut gefühlt haben.

Die Coronapandemie drückte aufs Gemüt und hat für viele Menschen die psychische Belastung zusätzlich erhöht. Besonders unter Kindern und Jugendlichen haben psychische Belastungen als Folge der Pandemie zugenommen. Entsprechend stark war der Andrang in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Trotz dieser Zusatzbelastung für die Kliniken fühlten sich die jungen Patientinnen und Patienten sowie deren Eltern mehrheitlich gut betreut. Dies zeigen die am Donnerstag publizierten Resultate der ersten nationalen Zufriedenheitsbefragung in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie. Durchgeführt wurde sie durch den Nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ).

Jugendliche stellen dem Personal gutes Zeugnis aus

Die Zufriedenheit der 11- bis 18-jährigen Patienten bewegt sich insgesamt auf einem «hohen Niveau», wie die Umfrage festhält. Besonders gute Noten gaben sie dabei dem behandelnden Personal. Die Eltern honorierten das Engagement des Personals ebenfalls mit guten Bewertungen. Die Themenbereiche «Empfang» und «Information und Aufklärung» schnitten in der Umfrage ebenfalls gut ab.

Verbesserungspotenzial gebe es hingegen bei den Themen «Austritt und Nachbehandlung» und «Rückblick auf die Behandlung und deren Nutzen». Diese Bereiche erhielten von den Kindern und Jugendlichen die niedrigsten Zufriedenheitswerte. Die Studienautoren halten indes fest, dass sich aus den Ergebnissen keine seriösen Ranglisten über die Kliniken ableiten lassen. «Jedes Ergebnis bildet nur einen Qualitätsaspekt ab und sagt nichts über die Gesamtqualität eines Spitals/einer Klinik aus», heisst es.

Bei der Zufriedenheitsbefragung des ANQ haben 1596 Kinder und Jugendliche, die 2021 aus einer Klinik austraten, sowie 1184 Eltern mittels Fragebogen teilgenommen. Insgesamt umfasste die Befragung 30 psychiatrische Kinder- und Jugendkliniken. (dpo)